Technik

80 Festnahmen in USA und Ägypten FBI sprengt Phishing-Ring

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Internet-Gangster werden immer noch viel zu selten geschnappt.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Ermittler in den USA und Ägypten haben in einer länderübergreifenden Razzia einen Ring von mutmaßlichen Internet-Betrügern gesprengt, die sich mittels gefälschter Nutzer-Identitäten Zugang zu Bankkonten verschafft haben sollen. Die US-Bundespolizei FBI nahm nach eigenen Angaben 33 Verdächtige fest, in Ägypten wurden zeitgleich 47 Menschen festgenommen. Das FBI bezeichnete die zweijährigen Ermittlungen als bislang größten Einsatz gegen Internet-Kriminalität in der Geschichte der USA.

Den Angaben zufolge erschlichen sich Computer-Hacker in Ägypten durch so genannte "Phishing"-Methoden persönliche Zugangsdaten für die Bankkonten von tausenden US-Computer-Nutzern. Mithilfe von Komplizen in den USA veranlassten sie betrügerische Überweisungen auf die eigenen Konten. Den Verdächtigen werden insgesamt 51 Vorwürfe zur Last gelegt.

"Besorgniserregende Entwicklung"

Der Vizedirektor des federführenden FBI-Büros in Los Angeles, Keith Bolcar, sprach von einer "besorgniserregenden Entwicklung, wie sich Identitätsdiebstahl inzwischen verbreitet". Die Ermittlungen hätten gezeigt, dass sich Computer-Kriminelle international zusammenschlössen und ihre Talente bündelten, um "mit großer Gier" Betrug an Nutzern zu begehen.

Als "Phishing" bezeichnen Experten das Erschleichen vertraulicher Zugangsdaten von Internet-Nutzern. Dabei werden Nutzer etwa mit betrügerischen E-Mails zur Preisgabe geheimer Daten gebracht. Eine weitere "Phishing"-Methode seien so genannte "Trojaner", die nach dem Herunterladen auf den Rechner sensible Daten wie Passwörter protokollieren können.

Quelle: ntv.de, AFP

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