Technik

iPhone und Playstation 3 geknackt Facebook heuert Hacker an

Der junge Computerhacker George Hotz hat das iPhone und Sonys Playstation 3 geknackt - und jetzt einen Job bei Facebook. Eine Sprecherin des weltgrößten Online-Netzwerks bestätigte dem "Wall Street Journal", dass "Geohot" angestellt worden sei, machte allerdings keine weiteren Angaben.

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George Hotz alias "geohot" steht jetzt bei Facebook auf der Gehaltsliste.

Hotz war noch als Teenager bekannt geworden, als er 2008 eine Software schrieb, mit der Besitzer von Apples iPhones auch mit anderen Mobilfunk-Anbietern als der offizielle Partner AT&T telefonieren konnte. Es folgten weitere Varianten der sogenannten Jailbreak-Software, mit denen auch Programme von außerhalb des App Store von Apple auf die Telefone geladen werden können.

Als nächstes nahm sich Hotz die Playstation 3 vor und veröffentlichte im Internet Anweisungen, mit denen Nutzer auf ihre Spielekonsolen eigene und auch raubkopierte Spiele bringen konnten. Sony klagte, schließlich einigten sich Hotz und der japanische Konzern außergerichtlich. Er musste versprechen, die Anleitung aus dem Netz zu nehmen.

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Anonymous-Aktivisten in der Londoner U-Bahn.

(Foto: Wikipedia/James Harrison)

Die Geschichte hatte jedoch möglicherweise schwerwiegende Folgen für das Unternehmen: Sony vermutet, dass die Hackergruppe Anonymous im Frühjahr als Vergeltung einen Angriff auf Server des Konzerns startete. Wer Mitte April hinter der massiven Attacke steckte, bei der Daten von bis zu über 100 Millionen Nutzern von Sony-Dienste erbeutet worden waren, ist weiterhin unklar. Das Playstation Network für Konsolenspieler und der Film- und Musikdienst Qriocity waren danach wochenlang abgeschaltet, auch mehrere andere Sony-Website wurden gehackt, wenn auch mit geringeren Folgen.

PSN erholt sich

Das Playstation-Netzwerk hat sich im Übrigen angeblich schnell von dem Datendesaster erholt. "Wir haben in den USA bereits wieder 90 Prozent des Traffics auf dem Netzwerk, den wir vor dem Vorfall hatten, international sind es zwischen 85 und 90 Prozent", sagte unlängst der Chef des Geschäftsbereichs für Unterhaltungselektronik, Kazuo Hirai. Derzeit werde eine komplette Bestandsaufnahme aller Systeme gemacht, die mit der Außenwelt kommunizierten, um sicherzustellen, dass es keine Schwachstellen gebe.

Quelle: n-tv.de, tle/dpa

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