Technik

20 Prozent schneller Firefox 3.6 ist fertig

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(Foto: Mozilla)

Mozilla stellt die finale Version seines Firefox 3.6 zum Download zur Verfügung. Laut Entwickler soll der Browser nicht nur sicherer, sondern auch schneller als sein Vorgänger sein. 20 Prozent mehr Leistung haben die Entwickler nach eigenen Angaben aus der Software herausgekitzelt. Das wurde durch Veränderungen an dem Programmteil erreicht, der für die Verabeitung der Programmiersprache JavaScript zuständig ist: die JavaScript-Engine.

Versteckte Tab-Vorschau

Der Fuchs kann sich jetzt besser der Windows-7-Umgebung anpassen. Geöffnete Tabs stellt der neue Browser in einer Taskleisten-Vorschau dar. Leider haben die Entwickler das Feature versteckt und Sie müssen es erst einschalten. Dazu geben Sie im Adressfeld des Browsers "about:config" ein. Die folgende Warnung ignorieren Sie und klicken auf "Ich werde vorsichtig sein, versprochen!". In der sich öffnenden Liste aktivieren Sie dann per Doppelklick die Option "browser.taskbar.previews.enable". Neue Tabs öffnet Firefox jetzt übrigens dankenswerterweise gleich neben dem aktiven Fenster und nicht am Ende der Leiste.

Wer bisher die Erweiterung "Personas" benutzt hat, wird sich freuen, dass diese Funktion in Firefox 3.6 integriert ist. So können Sie blitzschnell das Aussehen Ihres Browsers verändern.

Videos ohne Flash-Player

Hypertext (HTML) dient bei Webseiten zur Darstellung von Text, Bildern oder Hyperlinks und ist damit die Grundlage des World Wide Web. Der neueste Standard ist HTML5. Firefox 3.6 ist darauf optimiert und kann so Webseiten schneller öffnen. HTML5 ermöglicht es jetzt aber auch, Videos ohne den weit verbreiteten Flash-Player auf Webseiten zu betrachten. So kann Firefox 3.6 beispielsweise eine entsprechende neue YouTube-Funktion nutzen.

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Firefox 3.6 gibt ordentlich Gas.

Durch HTML5 bleiben bei Fotos auch die so genannten Metadaten erhalten, in denen u.a. moderne Kameras abspeichern, wie ein Bild aufgenommen wurde. Der Fotograf kann ein Bild aber auch nachträglich mit Informationen versehen. Beispielsweise kann er eintragen, wo die Aufnahme entstand. Der neue Firefox ist in der Lage, solche Daten auszulesen und kann beispielsweise den Aufnahmeort auf einer Karte von Google Maps zeigen.

Sicherheit durch Überblick

Schließlich hat Mozilla seinen Browser noch sicherer gemacht. Das haben die Entwickler nicht zuletzt durch eine veränderte Verwaltung der Erweiterungsprogramme (Plug-Ins) erreicht. Dritthersteller dürfen sie jetzt nur noch in einem speziellen Ordner platzieren. Nutzer behalten so den Überblick und werden nicht durch versteckte Installationen ausgetrickst. Sicherheit bedeutet auch Aktualität. Damit alle Plug-Ins auf dem neuesten Stand bleiben, bietet Firefox 3.6 dafür jetzt einen Schnellcheck an.

Version 3.6 ist für längere Zeit das letzte aufwendige Update von Firefox. Mozilla plant den nächsten großen Schritt erst Ende des Jahres beziehungsweise Anfang 2011. Vermutlich wird der Mozilla-Browser dann bereits als Version 4.0 erscheinen.

Quelle: ntv.de