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Samsung nennt UVP Galaxy S3 kostet 700 Euro

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Viele Nutzer überlegen sich, dass neue Samsung-Flaggschiff Galaxy S3 zu kaufen. Jetzt wissen sie auch, wie viel Geld sie ausgeben müssen, denn die Südkoreaner geben die unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland bekannt: 699 Euro soll die 16-Gigabyte-Version des S3 kosten.

Wer das Samsung Galaxy S3 bei Amazon vorbestellt hat, spart möglicherweise eine ganze Menge Geld, denn dort kostet das neue Vier-Kern-Smartphone "nur" 588,90 Euro. Samsung möchte aber viel mehr für sein neues Flaggschiff haben: In Deutschland soll die 16-Gigabyte-Version laut UVP 699 Euro kosten, hat das Unternehmen mitgeteilt. Marktstart ist voraussichtlich am 29. Mai.

Vermutlich werden jetzt einige potenzielle Käufer geschockt sein. Aber Samsung hat auch schon in der Vergangenheit bei seinen unverbindlichen Preisvorstellungen viel Fantasie bewiesen. Der Straßenpreis lag letztendlich aber meistens deutlich darunter. Und selbst wenn das Galaxy S3 mehr als 600 Euro kosten sollte, bekommt man für sein Geld viel geboten.

Das in Blau oder Weiß erhältliche Gerät hat ein 4,8 Zoll großen HD-Super-AMOLED-Display mit 720 x 1280 Pixeln. Das entspricht einer Punktdichte von 306 Pixeln pro Zoll (dpi). Insgesamt misst das Telefon schlanke 136,6 x 70,6 x 8,6 Millimeter und wiegt nur 133 Gramm. Das Gehäuse ist wie beim Vorgänger aus Plastik, der Akku-Deckel abnehmbar.

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Tippt man ihn an, reagiert der Sperrbildschirm des S3 wirklich sehr flüssig.

(Foto: Samsung)

Unter dem Display befinden sich der beibehaltene physische Home-Button sowie Menü- und Zurück-Taste. Darüber sitzt eine 1,9-Megapixel-Kamera, die Videos in 720p aufnehmen kann.

Angetrieben wird das Samsung-Flaggschiff vom hauseigenen Prozessor Exynos 4 Quad, dessen Kerne mit 1,4 Gigahertz getaktet sind und der eine sehr leistungsfähige Grafikabteilung (GPU) hat. Der Arbeitsspeicher (RAM) ist 1 Gigabyte groß.

Intern stattet Samsung das Gerät zum Verkaufsstart wahlweise mit 16 oder 32 Gigabyte Speicher (ROM) aus, eine 64-Gigabyte-Version soll folgen. Nutzer können den Speicher via microSD-Karte erweitern und den 2100 Milliamperestunden starken Akku bei Bedarf wechseln.

Ein Nahfeld-Chip ist in allen Ländern an Bord des Galaxy S3. Unter anderem in Deutschland liefert Samsung das Smartphone allerdings ohne ein Modul für den neuen Mobilfunkstandard LTE aus, hier bleibt den Nutzern das schnelle Datennetz HSPA+ mit bis zu 21 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Als Betriebssystem kommt Android 4 (Ice Cream Sandwich) zum Einsatz.

S3 hält Blickkontakt

Auf der Rückseite befindet sich der Lautsprecher und eine 8-Megapixel-Kamera mit Blitz, die durch einen eigenen Chip sofort bereit ist und unter anderem aus Serienbildern (bis zu 3,3 Fotos pro Sekunde, maximal 20) automatisch das am besten gelungene heraussucht. Beispielsweise erkennt die Software, ob eine Person auf einem Foto die Augen geöffnet oder geschlossen hat. Ebenso zoomt die Kamera auf Wunsch selbstständig auf Gesichter.

Nutzer können, während sie ein Full-HD-Video (1080p) aufnehmen und gleichzeitig Fotos schießen. Die verbesserte rückwärtige Belichtung (Backside Illumination) soll außerdem Bewegungsunschärfe lindern.

Samsung hat das Galaxy S3 mit einer Gesichtserkennung ausgestattet, die die Augenbewegungen verfolgt und "ahnen" soll, was der Nutzer machen möchte ("Smart stay"). Solange man auf den Bildschirm blickt, bleibt er aktiv. Auch der Näherungssensor wurde entsprechend angepasst. Wenn beispielsweise eine SMS eintrifft, genügt es, das Gerät ans Ohr zu halten, um den Absender anzurufen.

Hat man einen Anruf oder eine Nachricht verpasst, erinnert einen das Telefon mit einem dezenten Vibrieren daran (Smart Alert). Und um Apples Siri zu zeigen, wie der Hase läuft, kann der Nutzer per Sprachsteuerung ("S Voice") jetzt auch Applikationen starten und steuern, zum Beispiel ein Foto auf Befehl machen. Der Bildschirm lässt sich durch ein frei wählbares Kommando entsperren.

Bei "S Beam" (Android Beam) nutzt Samsung den NFC, um Daten zwischen Galaxy-S3-Geräten auszutauschen, indem man die beiden Telefone aneinander hält. Ein1 Gigabyte großes Video soll so in rund drei Minuten übertragen werden. Für die Verbindung mit DLNA-fähigen Geräten ist wie beim Galaxy S2 "AllShare" verantwortlich. Dabei kann man via "Screen Share" innerhalb eines WLAN-Netzes den Bildschirm seines Galaxy S3 auf anderen Geräten anzeigen und dabei Notizen in Echtzeit übertragen. "AllShare Cast" soll das Galaxy S3 sogar zu einem Gaming-Controler machen.

Wie schon HTC hat jetzt auch Samsung den Cloud-Speicher Dropbox integriert, wobei Nutzern für zwei Jahre 50 Gigabyte gratis zur Verfügung gestellt werden. Neben den Touchwiz-üblichen Hubs (Spiele, Video, Musik) ist auch die Medien-App Flipboard vorinstalliert.

Quelle: n-tv.de

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