Technik

Sie darf auch mal abstürzen Ghostdrone 2.0 kann jeder fliegen

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Die Ghostdrone von Ehang wird mit dem Smartphone oder per VR-Brille gesteuert.

(Foto: jwa)

Die neue Ghostdrone 2.0 von Ehang ist eine Drohne mit anspruchsvoller Technik, die aber auch Anfänger problemlos steuern können. Geht trotzdem etwas schief, bieten die Chinesen einen außergewöhnlichen Service.

Auf der IFA fliegen in diesem Jahr so viele Drohnen, dass so manche Halle wie ein Bienenstock brummt. Noch relativ neu in der Branche ist Ehang. Doch das chinesische Unternehmen hat bereits viel Erfahrung in der Aeronautik und zeigt in Berlin eine der interessantesten Drohnen der gehobenen Mittelklasse: die Ghostdrone 2.0.

Das Fluggerät ist ein typischer Quadrocopter, dessen Propeller nach unten gerichtet sind. Er wird durch einen 3-Achsen-Sensor stabilisiert (Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Magnetometer). Der Steck-Akku hält die Drohne 25 Minuten in der Luft und ist innerhalb einer Stunde voll geladen. Ersatz-Batterien kosten rund 100 Euro. Im Zentrum der Ghostdrone 2.0 hängt eine schwenkbare, 3-Achsen-stabilisierte Kamera, die Videos und Fotos in 4K-Auflösung machen kann. Das ist zwar alles feine Technik, macht den Quadrocopter aber noch nicht außergewöhnlich.

Steuern durch Tippen oder per Brille

Interessant ist vor allem die Steuerung der Drohne, die ausschließlich über ein gekoppeltes Smartphone erfolgt. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Modi. Man kann in der dazugehörigen App auf einem Satellitenbild antippen, wo die Drohne hinfliegen soll und sie folgt automatisch dem Befehl.

Im sogenannten Avatar-Modus übernimmt der Nutzer die Steuerung, indem er ganz einfach das Smartphone oder Tablet in die Richtung neigt, in die die Ghostdrone fliegen soll. Mit einem Schieberegler für den Daumen startet und landet man den Copter und bestimmt seine Flughöhe. Über zwei weitere Buttons nimmt man Fotos auf oder startet Videoaufnahmen. n-tv.de durfte am IFA-Stand von Ehang einen Testflug absolvieren und die Steuerung klappte auf Anhieb. Das Prinzip ist intuitiv und die Drohne reagiert sehr genau und ohne Verzögerung.

Etwas schwerer, aber umso interessanter ist es, wenn man zusätzlich Ehangs VR-Brille aufsetzt. Sie zeigt dem Nutzer exakt das, was die Kamera der Ghostdrone sieht. Das ist aber nicht alles: Man kann ihre Blickrichtung ganz einfach mit Kopfbewegungen ändern und sich so in der Vogelperspektive umsehen. Gleichzeitig den Flug und die Kamera zu kontrollieren, ist allerdings nicht ganz so einfach und so lange man keine Übung hat, geht schnell etwas schief. Fliegt man die Ghostdrone so in einen Baum oder setzt sie gegen eine Wand, greift aber ein außergewöhnlicher Service von Ehang: Im ersten Jahr nach dem Kauf repariert sie das Unternehmen kostenlos, auch wenn der Besitzer schuld ist.

Die Ghostdrone 2.0 ist ab sofort für 989 Euro bestellbar, die Lieferzeit gibt Ehang mit ein bis zwei Wochen an.

Quelle: n-tv.de

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