Technik

Solarpark in Brandenburg Google investiert Millionen

Mit erneuerbaren Energien erschließt sich Google neue Geschäftsfelder. Nach Investitionen in Windkraftanlagen in den USA steigt der Internetkonzern nun erstmals außerhalb seines Heimatlandes in erneuerbare Energien ein: In einen Solarpark in Brandenburg an der Havel.

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Die Anlage in Brandenburg zählt zu den größten Solarparks in Deutschland.

(Foto: picture alliance / dpa)

Google macht nicht nur im Internet Geld. Jetzt steigt der Konzern erstmals außerhalb der USA in den Markt für erneuerbare Energien ein und investiert 3,5 Millionen Euro in einen deutschen Solarpark. Der Suchmaschinengigant will sich gemeinsam mit dem Finanzinvestor Capital Stage an einer Anlage in Brandenburg an der Havel beteiligen. Die bereits fertiggestellte Photovoltaikanlage liefert pro Jahr rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom und zählt zu den größten Solaranlagen Deutschlands. Capital Stage ist nach eigenen Angaben der größte unabhängige Betreiber von Solarparks in Deutschland.

Google ist mit seinen gigantischen Serveranlagen auch Großabnehmer von Strom. Die Anlage in Brandenburg soll jedoch nicht zum Betrieb eines Rechenzentrums dienen, sondern sauberen Strom für rund 5000 Haushalte in Brandenburg und Umgebung liefern. Der Solarpark liegt auf dem 47 Hektar großen Areal des Flughafens Brandenburg-Briest, der bis Anfang der 90er Jahre für militärische Zwecke genutzt wurde.

Bislang hat Google in den USA in zwei Windenergieprojekte investiert. Die Auswahl des Brandenburger Photovoltaik-Kraftwerks als erstes Energieprojekt außerhalb der USA sei kein Zufall, sagt Benjamin Kott von Google. Deutschland zähle bei der Entwicklung erneuerbarer Energien seit vielen Jahren zur Weltspitze. "Das Land verfügt über gute Rahmenbedingungen, die Bürger stehen sauberer Energie positiv gegenüber und die deutschen Hersteller liefern hervorragende Technologie." Mehr als 70 Prozent der in Brandenburg installierten Solarmodule stammten aus deutscher Produktion.

Quelle: n-tv.de, dpa

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