Technik

Suchergebnisse manipuliert? Google verteidigt sich

Nutzt Google seine Suchmaschine, um seine eigenen Produkte hervorzuheben? Verwaltungsrats-Chef Eric Schmidt steht US-Senatoren Rede und Antwort. Google sei in der Position, darüber zu bestimmen, wer im Internet erfolgreich ist und wer versagt, sagt ein Republikaner und nennt als Beispiel Preisvergleiche von Shopping-Portalen.

Ex-Google-Chef Eric Schmidt hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach die weltweite Nummer eins auf dem Suchmaschinenmarkt ihre Position ausgenutzt hat. Die Suchergebnisse seien nicht "frisiert" worden, um eigene Produkte und Listings in den Vordergrund zu stellen, sagte Schmidt bei einer Anhörung im Unterausschuss des US-Senats für Kartellfragen. Zugleich versicherte der langjährige Google-Chef und heutige Verwaltungsratsvorsitzende, dass Google sich zunehmender Konkurrenz erwehren müsse. Als Beispiele nannte er Reise-Suchportale, Schnäppchenanbieter und das soziale Netzwerk Facebook.

2011-09-21T233438Z_01_WAS408_RTRMDNP_3_GOOGLE-HEARING.JPG231806104043159246.jpg

Googles Verwaltungsrats-Chef Eric Schmidt.

(Foto: REUTERS)

"Konsumenten, vor allem die jungen, wenden sich zunehmend an ihre Online-Freunde, um herauszufinden, was getragen, gegessen und angeschaut wird", sagte Schmidt. Er trug seine Argumente bei der Anhörung ruhig vor und gab sich gelassen: "Obwohl kein Unternehmen um Regierungsermittlungen bitten würde, sind wir zuversichtlich, dass unsere Geschäftspraktiken genauen Prüfungen standhalten."

Zuvor hatten Senatoren Kritik an Google geübt. Dem von Mitgründer Larry Page geleiteten Konzern wird vorgeworfen, Rivalen mit seiner Dominanz gezielt auszubremsen. Die Kartellbehörde FTC hat deswegen sowie wegen des Vorwurfs der Manipulierung von Suchergebnissen zugunsten der eigenen Produkte Ermittlungen aufgenommen. Der Internetkonzern kontrolliert etwa zwei Drittel des weltweiten Suchmaschinenmarktes.

"Google ist in der Position, darüber zu bestimmen, wer im Internet erfolgreich ist und wer versagt", sagte der Republikaner Mike Lee. Als Beispiel nannte Lee die Auflistung von Preisvergleichen verschiedener Shopping-Portale. Während Googles eigenes Angebot immer auf Position drei lande, variiere die Auflistung von Konkurrenten wie Nextag, PriceGrabber und Shopper.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema