Technik

Greift App Nutzerdaten ab? HTC prüft Sicherheitslücke

Die Sicherheitsprobleme bei aktuellen HTC-Smartphones sind offenbar gravierend: Nach Anfaben eines Internet-Portals genügt eine einfache Code-Anweisung in einer Android-App, um viele Nutzerdaten abzugreifen. Nun arbeitet HTC "mit Hochdruck" daran, den Vorwurf zu prüfen und ein Security-Update bereitzustellen.

Mit einem Software-Update will der taiwanische Handy-Hersteller HTC ein Sicherheitsproblem bei aktuellen Smartphone-Modellen beheben. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, diesem nachzugehen", sagte Deutschland-Geschäftsführer André Lönne. Sobald die Ergebnisse der noch andauernden Prüfung auf dem Tisch seien, werde ein Security-Update bereitgestellt und nach erforderlichen Tests in Zusammenarbeit mit Mobilfunkbetreibern den betroffenen Kunden angeboten. "Wir nehmen solche Hinweise sehr ernst", sagte Lönne.

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HTC hat 2008 das erste Android-Telefon hergestellt.

(Foto: Vodafone)

Nach Informationen des Internet-Portals "Android Police" ermöglicht eine einfache Code-Anweisung in einer Android-App den Zugang zu einer Protokolldatei mit umfangreichen Nutzerdaten, darunter E-Mail-Adressen, Ortsangaben, Telefonkontakte und SMS-Verbindungsdaten. "Das ist so, als ob man die Schlüssel unter die Fußmatte legt und dann erwartet, dass ein Finder die Haustür nicht aufschließt", heißt es bei "Android Police". Von dem Problem betroffen sind demnach unter anderem die Modelle HTC Evo 3D macht Spaß , EVO 4G und Thunderbolt.

HTC räumte in einer Mitteilung für das Technik-Blog "Engadget" ein, dass eine Sicherheitslücke besteht, "die möglicherweise von einer bösartigen, von Dritten entwickelten Anwendung ausgenutzt werden könnte". Bislang gebe es aber keine Informationen, dass Kunden geschädigt worden seien.

Quelle: n-tv.de, dpa

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