Technik

Smartphone-Nutzer denken nicht mit Hacker entdecken neuen Markt

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Vor allem über die sozialen Netzwerke werden Angriffe geführt.

(Foto: dapd)

Verbraucher gehen mit Internet-fähigen Handys weniger sicherheitsbewusst um als mit ihren Heimcomputern oder Laptops. Sicherheitsprogramme sind selten installiert. Das machen sich immer mehr Hacker zunutze, die unbemerkt Programme auf den Smartphones installieren, die dann kostenpflichtige Dienste beanspruchen. Das Geld kassieren die Hacker.

Hacker greifen offenbar immer öfter auch Smartphones an. Die Kriminellen im Internet hätten ihre Taktik geändert und sich auf den schnell wachsenden Markt für Smartphones eingestellt, warnte die US-Computersicherheitsfirma Symantec. Auch hätten die über die sozialen Netzwerke geführten Angriffe zugenommen.

Die Kriminellen machten sich zunutze, dass sich die Verbraucher bei der Nutzung der Internet-fähigen Handys und der sozialen Netzwerke des Sicherheitsrisikos "weniger bewusst" seien, erklärte die Anwältin der Firma, Marian Merritt. Insgesamt schätzt Symantec die durch alle Formen der Cyberkriminalität in den vergangenen zwölf Monaten weltweit entstandenen Kosten auf 110 Millionen Dollar (87,20 Millionen Euro).

Nach Angaben einer anderen Sicherheitsfirma, Lookout Mobile Security, versuchen die Hacker oft, mit einem Gebührenbetrug Kasse zu machen. Dazu installieren sie Programme auf den Smartphones, die dann kostenpflichtige Nachrichten versenden. Die Gebühren dafür landen auf den Konten der Betrüger. Verbraucher können ihre Geräte mit diesen Programmen infizieren, wenn sie etwa auf Links klicken, die ihnen von den Hackern zugesandt wurden. Manchmal soll auch eine Telefonnummer angerufen werden, auch werden die Programme teilweise in Diskussionsforen und sozialen Netzwerken zum Herunterladen bereitgestellt.

In den vergangenen zwölf Monaten sei die Zahl der von dieser Art von Programmen befallenen Geräte von 29 auf 62 Prozent gestiegen, sagte der Produktmanager Derek Halliday von Lookout.

Um ihre Smartphones gegen Angriffe aus dem Internet schützen, sollten Verbraucher dieselben Regeln beachten wie auf ihrem Heimcomputer oder Laptop: Vorsicht beim Herunterladen von Programmen und aufpassen, welche Links angeklickt werden, riet der Experte.

Quelle: n-tv.de, AFP

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