Technik

"CIA Tango down" Hacker legen CIA-Seite lahm

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Die Maske des britischen Attentäters Guy Fawkes ist ein Markenzeichen von Anonymous.

(Foto: AP)

Für mehrere Stunden ist die Webpräsenz des US-Geheimdienstes CIA nicht erreichbar. Auch Mitglieder der Gruppe Anonymous verbreiten die Meldung. Ob sie an dem Angriff beteiligt sind, ist allerdings unklar. Der US-Geheimdienst gibt keinen Kommentar ab.

Unbekannte Hacker haben für mehrere Stunden die Website des US-Geheimdienstes CIA lahmgelegt. Auch Internetseiten der Vereinten Nationen, eines mexikanischen Bergbau-Verbandes und des US-Bundesstaates Alabama wurden angegriffen. Wer dahintersteckte und warum, ist unklar. Zunächst lenkten angebliche Aktivisten der Hacker-Bewegung Anonymous die Aufmerksamkeit auf sich, um ihre Urheberschaft dann kurz darauf wieder infrage zu stellen.

Eine CIA-Sprecherin hatte lediglich von Problemen mit der Internetseite gesprochen. Mitglieder von Anonymous hatten jedoch über den Kurznachrichtendienst Twitter die Nachricht "CIA Tango down" verbreitet. "Tango down" ist im Militärjargon der Code für die Ausschaltung eines Feindes. Später hieß es allerdings in einer Twitter-Mitteilung: "Wenn wir auf einen Hack oder eine DDoS-Attacke hinweisen, heißt es nicht unbedingt, dass wir es waren."

Wenn tatsächlich Anonymous dahinterstecken sollte, dürfte eine sogenannte DDOS-Attacke der Auslöser gewesen sein. Dabei wird ein Web-Server mit Daten-Anfragen überhäuft, bis er unter dieser Last in die Knie geht. Zuletzt hatte Anonymous auf diese Weise im Januar die als Vergeltung für die angegriffen.

CIA: Kein Kommentar

Die CIA wollte die Situation auf Anfrage des Online-Dienstes CNET nicht kommentieren und verwies auf laufende Untersuchungen. Bei dem Angriff auf die Internetseite des US-Bundesstaates Alabama gab es Anzeichen dafür, dass sich die Angreifer Zugang zu Informationen des Bundesstaates verschafft haben könnten. Das sollte nach Angaben des Senders CNN untersucht werden.

Die Anonymous-Bewegung setzt sich für den freien Datenfluss, Redefreiheit und gegen Zensur ein. Unter diesem Decknamen starteten Aktivisten schon zahlreiche Angriffe auf Banken, Kreditaktenfirmen oder Behörden. Die Hacker-Vereinigung ist aber nur locker organisiert; im Prinzip kann jeder sich für sie ausgeben, ohne dass das Gegenteil bewiesen werden kann.

Die Aktivisten schließen sich zumeist ad hoc zu einzelnen "Operationen" unterschiedlichster Art zusammen. Bekanntgeworden war das Kollektiv vor allem mit Angriffen auf Firmen, die dem Enthüllungsportal Wikileaks die Zusammenarbeit aufgekündigt hatten, etwa Mastercard.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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