Technik

Weihnachts-Online-Shopping Hilfe bei Ideenmangel

Viele Weihnachtspräsente verraten einen gewissen Ideenmangel der Schenkenden und sorgen für entsprechend lange Gesichter bei den Beschenkten. Hilfe ist für Internet-Nutzer in Sicht: Eine Reihe von Shopping-Portalen bietet so genannte Geschenkefinder an, mit deren Hilfe sich passende Präsente für Kinder, Mütter oder Freunde ermitteln lassen.

Und falls diese nicht allein darauf vertrauen wollen, haben sie in vielen Internet-Kaufhäusern die Möglichkeit, elektronische Wunschzettel auszufüllen. „Mit dem Geschenke-Assistent findet jeder ein individuelles Geschenk“, sagt Chrisine Höger, Sprecherin von Amazon.de in München. Gesucht werden kann etwa nach Produkten in bestimmten Preisklassen oder nach Dingen, die den vorher einzugebenden Interessen der Beschenkten entsprechen. Je mehr Kunden die Suchfunktion nutzen, desto größer wird die Angebotspalette. „Die Auswahl anderer Käufer entscheidet über die Zusammensetzung der Geschenkvorschläge.“

Um Ideen verlegenen Männern stehen weibliche Idealtypen wie „Hat schon alles“ oder „Trendsetterin“ zur Wahl, Frauen können wählen zwischen „Action-Fan & Abenteuerlustiger“ und „Wissensdurstiger“. Hat sich der Online-Shopper für ein Produkt entschieden, kann er sich ansehen, was andere davon halten. „Redaktion und Kunden bewerten die Produkte. Das ist bei der Auswahl oft hilfreich“, sagt Höger. Zudem gebe es die Rubrik „verwandte Produkte“, in der weitere Artikel aufgeführt sind, die mit dem erstandenen Produkt über den virtuellen Ladentisch gegangen sind. Und wer sich von gar keinem der Vorschläge angesprochen fühlt, kann zum Gutschein greifen.

Auch die Internet-Angebote des KarstadtQuelle-Konzerns - www.karstadt.de, www.quelle.de und www.neckermann.de - haben den Anspruch, den Weihnachtseinkauf erleichtern. „Wer Alter, Geschlecht und Interessen des zu Beschenkenden eingibt, bekommt eine Auswahl von Geschenkideen angezeigt“, sagt Martin Schleinhege, Sprecher des Konzerns in Essen. Viele Kunden informieren sich nach Schleinheges Worten zunächst im Internet und gehen dann in ein Geschäft, um die Waren anzuschauen und zu kaufen.

Weihnachtliche Seiten-Layouts in den Online-Kaufhäusern sollen die festliche Stimmung bei den Kunden anheizen und auch das Ausfüllen der elektronischen Wunschzettel erleichtern. „Die Produktbezeichnung oder der Titel werden in die Schnellsuche eingeben, und dann wird auf den Link "Auf meinen Wunschzettel" geklickt“, erklärt Amazon-Sprecherin Höger. Die Wunschliste, die es in ähnlicher Form auch auf zahlreichen anderen Seiten gibt, kann an alle potenziellen Schenker gemailt oder von diesen direkt in den Internet-Shops eingesehen werden. „Produkte, die bereits bestellt wurden, werden im Wunschzettel gekennzeichnet.“

Für alle, die etwas verschenken wollen, das es im Laden nicht zu kaufen gibt, sind virtuelle Marktplätze die richtige Adresse: Amazon.de unterhält einen solchen, der größte aber findet sich unter www.eBay.de. „Eine Patenschaft für ein Tiefdruckgebiet, das den Namen des Beschenkten trägt oder ein kultiger Atari- oder C64-Computer“, gehören dort laut eBay-Sprecher Joachim Guentert zu den Angeboten.

Bevor der Weihnachtseinkauf vor dem Rechner beginnen kann, ist jedoch unter Umständen ein wenig Geduld nötig: „Wer nicht auf Anhieb durch unsere Online-Sicherheitskontrolle kommt, bekommt die Zugangsdaten per Post zugesandt. Das kann schon einmal ein paar Tage dauern“, sagt Guentert und rät, sich rechtzeitig vor Weihnachten anzumelden. „Denn nur dann sind auch Einkäufe in letzter Minute möglich.“ Gegenüber den „herkömmlichen Online-Kaufhäusern haben die virtuellen Markplätze einen Vorteil: Sie ermöglichen den Beschenkten, „Flops“ gleich nach Weihnachten wieder zu versteigern.

Quelle: ntv.de

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