Technik

Internationale Handelskammer Internet-Betrugsfälle dramatisch angestiegen

Die Zahl der Internet-Betrugsfälle hat weltweit erheblich zugenommen. Größtenteils handelte es sich um Scheinangebote beim Handel im Netz.

Etwa zwei Drittel der gemeldeten Fälle von Internetkriminalität stehen in direktem Zusammenhang mit kriminellen Vorkommnissen beziehungsweise absichtlicher Täuschung. Dies teilte die Schweizer Organisation der Internationalen Handelskammer (ICC) mit.

Die Scheinangebote betrafen den Angaben zufolge sowohl Güter wie auch Dienstleistungen. Besonders im Banken-, Versicherungs- und Transportbereich bestehe ein Bedarf nach Warninstrumenten. Die Gesamtzahl der Betrugsfälle wurde nicht bekannt gegeben.

Daher hätten Spezialabteilungen der ICC eine neue Dienstleistung zur Cybercrime-Bekämpfung entwickelt, die speziell auf den Handel im Web zugeschnitten sei und die Vertrauenswürdigkeit potenzieller Geschäftspartner prüfe, hieß es. Die Experten verfügten über die Technologie, jede Webseite zu durchleuchten, die Urheberschaft festzustellen und deren Spuren bis weit über den Internet Service Provider hinaus zu verfolgen.

Die ICC-Spezialabteilungen hätten ihren Mitgliedern dank frühzeitiger Warnung vor kriminellen Websites allein im Jahr 2000 Verluste in Höhe von rund 2,3 Milliarden US-Dollar erspart.

Die in Paris ansässige ICC wurde 1919 gegründet und ist ein Verbund von Firmen aus der ganzen Welt. Sie hat Mitglieder aus 130 Ländern. Etwa 1.500 Wirtschaftsorganisationen und rund 5.000 Unternehmen der internationalen Wirtschaft gehören dazu.

Quelle: n-tv.de