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Das Jelly ist ein winziges, aber vollwertiges Smartphone.
Das Jelly ist ein winziges, aber vollwertiges Smartphone.(Foto: Unihertz)
Montag, 08. Mai 2017

Riesenerfolg auf Kickstarter: Jelly, das kleinste LTE-Smartphone der Welt

Nur große, teure Smartphones mit Super-Technik können erfolgreich sein? Quatsch, das Jelly ist das kleinste LTE-Smartphone der Welt zum Mini-Preis und könnte ganz groß rauskommen.

Heutzutage ist es enorm schwer, ein neues Smartphone zu kaufen, dessen Display unter 5 Zoll groß ist, selbst günstige Geräte sind Riesen-Klopper. Die Hersteller sagen, die Nachfrage nach kleinen Geräten sei zu gering, die meisten Kunden wünschten sich starke Handys mit mächtigen Bildschirmen. Das mag schon so sein, doch es gibt offenbar auch viele Menschen, die gerne einfach nur ein gutes Smartphone hätten, das auch in der Uhrentasche Platz findet und nicht viel kostet. In diese Marktlücke stößt das Jelly der chinesischen Firma Unihertz. Mit einem 2,45-Zoll-Display ist das Gerät ein Winzling und für weniger als 100 Euro ein Preisknüller. Trotzdem kann es im Prinzip alles, was die Großen auch können.

Noch ist das Jelly ein Kickstarter-Projekt, aber nicht mehr lange. Schon einen Monat bevor die Kampagne abläuft, ist das Mini-Smartphone bereits um eine halbe Million Dollar über das Finanzierungsziel von 30.000 Dollar hinausgeschossen. Kein Wunder, Unihertz verschickt das Gerät an frühe Besteller weltweit ohne Versandgebühren ab 79 Dollar (rund 72 Euro). Und für das Geld ist der Winzling wirklich gut ausgestattet.

Android 7 und Play Store

Das 2,45 Zoll große Display des Jelly löst zwar nur mit 240 x 432 Pixeln auf. Das reicht aber bei dieser Größe zu einer Pixeldichte von rund 200 ppi, was durchaus noch okay ist. Und wie man in einem Video von "Unbox Therapy" sehen kann, sind auch Kontrast, Helligkeit und Blickwinkel in Ordnung. Außerdem reagiert der Touchscreen schnell genug und ist fürs Tippen auf der Mini-Tastatur ausreichend präzise. Insgesamt misst das Jelly 92,3 x 43 x 13,3 Millimeter und wiegt rund 60 Gramm.

Unter der Haube arbeitet ein Vier-Kern-Prozessor, der in der günstigen Variante auf 1 Gigabyte Arbeitsspeicher zugreifen kann. Der interne Speicher ist für 79 Dollar nur 8 Gigabyte groß, aber es gibt neben dem Einschub für zwei SIM-Karten auch einen Platz für microSD-Karten. Für 95 Dollar gibt's das Jelly Pro, das 2 Gigabyte Arbeits- und 16 Gigabyte Flash-Speicher bietet.

Der wechselbare Akku hat eine Kapazität von 950 Milliamperestunden, was bei dem genügsamen Gerät für Laufzeiten von bis zu drei Tagen reichen soll. Die Kameraausstattung ist nicht berauschend, aber für die günstigen Preise ebenfalls okay. Hinten sitzt eine 8-Megapixel-Kamera, vorne eine 2-Megapixel-Kamera.

Das Jelly ist auch in Deutschland LTE-fähig und geht mit WLAN 802.11a/b/g/n und Bluetooth 4.0 ebenfalls recht flotte Verbindungen ein. Außerdem sind GPS und Lagesensor an Bord. Wichtig für die Sicherheit ist, dass das Smartphone mit dem aktuellen Android 7 ausgestattet ist und seine Apps aus Googles Play Store beziehen kann.

Unihertz will bestellte Geräte im August ausliefern, später sollen die Jelly-Smartphones jeweils 30 Dollar mehr kosten.

Quelle: n-tv.de

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