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Surface Pro 100 Euro günstiger Microsoft muss weiter Preise senken

Jetzt zugreifen: Das Surface Pro von Microsoft gibt es momentan rund 100 Euro billiger. Foto: Ole Spata/Archiv

Möglicherweise wird auch das Surface Pro wie das RT in Aktionen noch weiter reduziert angeboten.

(Foto: dpa)

Das Windows-Tablet Surface, das eigentlich der große Gegner von Apples iPad werden sollte, stellt sich offenbar auch in der Pro-Version als Ladenhüter heraus. Wie schon beim RT-Modell muss Microsoft den Preis deutlich senken.

Microsoft dreht nun auch bei seinem neuen Tablet Surface Pro die Preisschraube nach unten. In den USA bietet der Konzern das Gerät derzeit um 100 Dollar günstiger an. Zuvor hatte der Softwarekonzern bereits die Preise für das Surface RT mit einem abgespecktem Windows-Betriebssystem gesenkt. Für Schulen und Studenten gab es besondere Rabattaktionen. Auch in Deutschland gibt es das Suface Pro derzeit in einer Aktion für Studenten rund 100 Euro günstiger, die das Tablet ab 791 Euro bestellen können. Ansonsten bietet Microsoft die 64-Gigabyte-Variante derzeit noch für 879 Euro an. Es könnte aber auch nur eine Frage der Zeit sein, bis Microsoft die Preise für das Surface Pro allgemein senkt.

Microsoft kann einen Absatzerfolg bei seinen ersten Tablets aus Eigenproduktion gut gebrauchen, denn in den Lagerhallen türmen sich die Pakete von unverkauften Geräten. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das Unternehmen bislang 853 Millionen Dollar mit den Geräten eingenommen hat - 900 Millionen Dollar wurden allerdings auf den Wertverlust von nicht verkauften Geräten abgeschrieben.

Nur 1,7 Millionen verkaufte Surface-Tablets

Das Surface RT war im Oktober an den Start gegangen, das Surface Pro mit vollwertigem PC-Betriebssystem gibt es seit Februar. Ab 799 Dollar soll das Surface Pro nach Informationen des Blogs "The Next Web" auch in Kanada, China, Hongkong und Taiwan angeboten werden.

Das "Wall Street Journal" hatte jüngst errechnet, dass Microsoft rund 1,7 Millionen Surface-Tablets seit dem Marktstart abgesetzt hat, Konkurrent Apple verkaufte allein im vergangenen Quartal 14,6 Millionen iPads.

Eigentlich wurde erwartet, dass das Surface Pro eher erfolgreich sein kann, da Nutzer auf dem Geräten mit Intel-Chip (x86) die gleiche Software wie auf ihrem Windows-Desktop-Rechner oder -Notebook installieren können. Dagegen wurde die RT-Variante des Surface schon bei seiner Vorstellung kritisch beurteilt, weil auf dem Tablet mit ARM-Chips von Nvidia (Tegra 3) lediglich ein abgespecktes Windows 8 installiert ist und nur neue, spezielle Apps auf ihm laufen, aber keine herkömmliche Windows-Software.

Quelle: n-tv.de, dpa/kwe

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