Anker Nano 45W mit Smart-DisplayNiedliches iPhone-Ladegerät ist automatisch gut zum Akku
Von Klaus Wedekind.webp)
Das neue Anker Nano ist ein äußerst kompaktes 45-Watt-Ladegerät, das perfekt mit iPhones zusammenarbeiten soll. Es erkennt das Modell, passt die Leistung an und hat einen speziellen Schon-Modus. Neuere iPhones bevorzugt das Nano, aber das macht kaum einen Unterschied.
Seit der 12er-Serie liefert Apple iPhones ohne Netzteil aus. Zuletzt war bestenfalls ein 18-Watt-Ladegerät mit USB-C-Anschluss dabei, Standardmodelle kamen lediglich mit dem altbekannten USB-A-5-Watt-Würfel. Zeitgemäß ist das nicht mehr, speziell was effizientes schnelles Laden betrifft.
Die Auswahl an modernen Alternativen ist inzwischen riesig, das neue Anker Nano soll aber etwas Besonderes sein. Obwohl es mit bis zu 45 Watt auch neue iPhones mit Höchstgeschwindigkeit auftanken kann, ist es extrem kompakt. Außerdem erkennt es das Modell und passt laut Hersteller die Leistung entsprechend automatisch an, auf Wunsch in einem speziellen Schon-Modus. Was genau vor sich geht, sieht man auf einem kleinen Display.
Ohne Stecker misst das Anker Nano 40 x 35 x 34 Millimeter und wiegt insgesamt knapp 90 Gramm. Die Stirnseite nimmt zu einem großen Teil ein kleines Farbdisplay ein, das Lademodus, Leistung, Temperatur et cetera anzeigt. Um durch die Informationen zu wechseln, tippt man auf eine Sensortaste auf der Oberseite. Liegt der Finger länger auf ihr, dreht sich die Anzeige. Hinter der Taste befindet sich der einzige USB-C-Anschluss.
Neuere iPhones werden erkannt
Steckt man ein iPhone an, erkennt das Netzteil das Gerät und zeigt kurz Namen oder Serie an. Danach sieht man zusätzlich zur ausgegebenen Leistung den Füllstand in Prozent. Das klappt allerdings nur ab dem iPhone 15. Der Auto-Modus funktioniert aber auch bei älteren Modellen.
Das Gleiche gilt für viele Geräte von Drittherstellern. Denn grundsätzlich arbeitet das Netzteil mit USB-Power-Delivery (USB-PD), wobei über PPS (Programmable Power Supply) im Prinzip die Ladeelektronik kompatibler Geräte die bezogene Leistung regelt.
Kein großer Unterschied
Im Auto-Modus arbeitet das Anker Nano den Testergebnissen zufolge offenbar nach einem einfachen Prinzip: Von 0 bis 20 Prozent lädt es mit hoher, zunächst steigender und anschließend wieder sinkender Leistung von bis zu 45 Watt, solange es nicht zu heiß wird. Danach hält es eine gleichmäßige Leistung von etwa 15 bis 20 Watt bis 80 Prozent und lädt dann bis 100 Prozent mit höchstens 10 Watt.
Ob dabei das Netzteil bei iPhones tatsächlich selbst die Leistung aufgrund des erkannten Ladestands reguliert oder wie bei Dritthersteller-Geräten weitgehend deren Elektronik das Kommando überlässt, ist nicht zu ermitteln. Es macht aber auch kaum einen Unterschied.
Geschonte Akkus leben länger
Ähnlich sieht es beim Schon-Modus aus, zu dem man über einen Doppel-Tipper auf die Taste wechselt. Im Prinzip begrenzt das Anker Nano dann lediglich die maximale verfügbare Leistung auf 20 Watt. Das ist trotzdem höchst sinnvoll, wenn man es nicht eilig hat, etwa über Nacht. Denn so reduziert sich die Wärmeentwicklung am Akku laut Anker um bis zu 5 Grad. Das schont die Batterie und verlängert so gegebenenfalls deren Lebensdauer.
Was die Effizienz des Anker Nano betrifft, gibt es nichts zu meckern. Sie liegt bei durchschnittlich rund 90 Prozent, was ein sehr guter Wert ist.
Fazit
Das Anker Nano (45W, Smart Display) arbeitet besonders gut mit neueren iPhones, aber es lädt auch ältere Apple-Smartphones und die Geräte anderer Hersteller effizient und bei Bedarf schonend auf. Aktuell bezahlt man knapp 30 Euro für das kompakte und informative 45-Watt-Ladegerät, was ein sehr fairer Preis ist. Das von Apple angebotene 40W Dynamic kann zwar in Spitzen bis 60 Watt gehen, hat aber kein Display und kostet 45 Euro.
