Technik

Zappen wird angenehmer Sender gleichen Lautstärke an

Ab September müssen Fernsehzuschauer seltener den Ton regeln: Die privaten Fernsehsender und die Öffentlich-Rechtlichen passen ihre Lautstärken einander an. Nervige Sprünge beim Umschalten oder bei Werbung sollen dann Vergangenheit sein.

ZDF schrill, RTL leise? Damit soll bald Schluss sein. Mit dem Start der Internationalen Funk-Ausstellung (IFA) am 31.8. auf dem Messegelände am Funkturm wollen die Privatsender und die öffentlich-rechtlichen TV-Anbieter ihre Programme mit einheitlicher Lautstärke ausstrahlen, wie ARD, ZDF und der Verband Privater Rundfunk und Telemedien mitteilten.

"Lautstärkesprünge" beim Umschalten zwischen den Sendern sowie zwischen den Programmbeiträgen innerhalb eines Senders sollen deutlich verringert werden, heißt es. Dies gelte grundsätzlich für alle Programmbeiträge, also auch für Werbung und Trailer. Monoton wird es deshalb aber nicht: "Die bewusst dramaturgisch eingesetzte Klangdynamik innerhalb eines Sendebeitrags oder eines Werbespots bleibt als elementares Gestaltungsmerkmal davon allerdings unberührt", hieß es in der Mitteilung. "Einzelne Momente oder Passagen unterschiedlicher Lautstärke wird es auch weiterhin geben."

Die Grundlage für den gemeinsamen Beschluss bietet eine neue internationale Empfehlung der EBU (European Broadcasting Union) zur "Lautheitsmessung und -Aussteuerung". Die neue Generation von Messgeräten ermöglicht nun "die Aussteuerung nach "Lautheit" und löst damit die bisher bekannte Spitzenpegelmessung ab". Dadurch könne der Sendebeitrag so produziert werden, dass die Lautstärke am Sendeausgang einen definierten Wert aufweise. Man verspreche sich davon, "ein seit vielen Jahren bekanntes Ärgernis im Sinne unserer Zuschauer zu lösen oder zumindest zu verbessern", so Heinz-Joachim Weber, der Vorsitzende der Produktions- und Technik-Kommission ARD/ZDF.

Quelle: ntv.de, dpa

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