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Wikipedia wieder weiß Streik zeigt erste Wirkung

Während die englischsprachige Wikipedia wieder erreichbar ist, ziehen einige US-Senatoren ihre Unterstützung für PIPA zurück und bitten darum, den Entwurf noch einmal zu überarbeiten. "Wir hören immer deutlicher von Wählern und Betroffenen, dass sie sich große Sorgen über unbeabsichtigte Konsequenzen machen", erklären sechs Republikaner.

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(Foto: AP)

Der Internet-Streik der englischen Wikipedia zeigt offenbar Wirkung: Die politische Unterstützung für zwei umstrittene US-Gesetze, die im Kampf gegen Raubkopien im Internet drastische Maßnahmen wie Netzsperren vorsehen, bröckelt.

Mehrere US-Senatoren beider Parteien überdenken inzwischen ihre bisherige Haltung. Sechs Republikaner baten den demokratischen Mehrheitsführer in der Kongresskammer, Harry Reid, den Gesetzgebungsprozess zu verlangsamen, um den Entwurf zu überarbeiten, wie die "Washington Post" berichtet. "Wir hören immer deutlicher von Wählern und Betroffenen, dass sie sich große Sorgen über unbeabsichtigte Konsequenzen machen", schrieben die Senatoren.

Der republikanische Senator Marco Rubio, der unter den Initiatoren der PIPA-Gesetzgebung war, zog seine Unterstützung mittlerweile zurück. Der Autor des SOPA-Gesetzes, der republikanische Abgeordnete Lamar Smith, bekräftigte allerdings, dass er sein Vorhaben weiter vorantreiben werde.

Kritisiert wurden die Gesetzesinitiativen zuvor auch von der US-Regierung unter Präsident Barack Obama, der im Repräsentantenhaus aber keine Mehrheit mehr hinter sich hat.

Wikipedia wieder online

Das Online-Lexikon Wikipedia ist unterdessen wieder voll erreichbar. Ihre Betreiber riefen aber zu weiterem Kampf gegen die Gesetze auf - jetzt vor dem üblichen weißen Hintergrund, nachdem die Seite einen Tag lang schwarz war.

Auch viele andere Websites wie Google hatten sich am Mittwoch an dem Protest beteiligt, auch wenn nur wenige offline gingen. Einen koordinierten Widerstand in dieser Größenordnung hatte es im Internet noch nie gegeben.

Die Kritiker argumentieren, dass die Gesetzesinitiativen - SOPA (Stop Online Piracy Act) im Repräsentantenhaus und PIPA (Protect IP Act) im Senat - die offene Struktur des Internets gefährden. Mit der geplanten Infrastruktur könnten missliebige Inhalte zensiert und Internet-Anwender gegängelt werden, lautet der Vorwurf.

Quelle: n-tv.de, dpa

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