Technik

Urheberrechte im Netz Strichcode soll Musik sichern

Der internationale Verband der phonographischen Industrie (IFPI) hat ein System zur Kennzeichnung für Musikdateien im Internet vorgestellt. Dieses System mit dem Namen Global Release Identifier (GRid) soll Komponisten und Interpreten eine angemessene Bezahlung ihrer Arbeit gewährleisten.

Diese Kennzeichnung soll, ähnlich wie ein Strichcode auf CDs oder Musikkassetten, Musikdateien markieren, die im Internet verkauft werden. Da jede Datei seine eigene elektronische Seriennummer erhält, können die Inhaber der Urheberrechte Rückmeldung erhalten, wenn ein Stück im Internet durch Herunterladen oder Direkt-Abspielen abgerufen wird.

Der Leiter der Technologie-Abteilung der IFPI, Paul Jessop versichert: "Wenn dies richtig gemacht wird, werden die Künstler und Musikautoren angemessen für den Online-Verkauf ihrer Arbeit bezahlt werden." Der US-Branchenverband der Musikindustrie RIAA war ebenfalls an der Entwicklung von GRid beteiligt.

Das System soll sich demnach auf freiwilliger Basis durchsetzten. Eine Pauschale von rund 226 Euro sollen Online-Verkäufer jährlich kalkulieren, dafür können sie unbegrenzt viele Musikdateien markieren.

Jessop wies darauf hin, dass das System nicht zur Bekämpfung von Musik-Tauschbörsen im Internet gedacht sei. Die Musikbranche macht den Erfolg dieser Börsen, aber auch die weltweite Konjunkturschwäche für die seit Jahren sinkenden Verkaufszahlen von CDs verantwortlich.

Quelle: n-tv.de