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Kompaktanlage mit gutem Sound Teufel Kombo 42 BT ist Preis-Leistungs-Hit

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Teufels Kombo 42 BT ist eine schicke Kompaktanlage mit Bluetooth-Empfänger.

(Foto: jwa)

Teufels Kombo 42 BT ist eine kompakte und kraftvolle Hifi-Anlage. Der Receiver ist schick, die Lautsprecher klingen gut, der Preis ist niedrig. Vollends gelungen ist die Stereo-Kombi aber nicht. Wo hapert's, und soll man trotzdem zuschlagen?

Der Berliner Hersteller Teufel ist vor allem für seine Lautsprecher und Kopfhörer bekannt, die meistens satten, basslastigen Sound zum guten Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Was das Unternehmen in Sachen Receiver drauf hat, zeigt zum Beispiel der IP 42, ein kompakter Verstärker mit CD-Laufwerk, Radio, USB und allen benötigten Ein- und Ausgängen. Zusammen mit dem Lautsprechern Ultima 20 Mk2 gibt's den IP 42 in der Kombo 42. Die Neuauflage kommt mit praktischem Bluetooth-Modul, das sie vom Kabelzwang befreit, Smartphone und Tablet funken drahtlos mit dem Receiver. n-tv.de hat die platzsparende Hifi-Anlage getestet.

Alles drin, alles dran

Der IP 42 sieht nicht nach viel aus, mit Abmessungen von 35 x 27,5 x 13,5 Zentimetern ist der Receiver recht klein. Doch in ihm steckt alles, was man braucht, um die eigenen vier Wände mit Musik aus allen Quellen zu beschallen. Der Verstärker bringt mit 2 x 42 Watt (4 Ohm) genug Leistung, CDs verschwinden dezent im Laufwerk an der Front, Radio kommt mit Zusatzinformationen via RDS, über einen USB-Eingang an der Front können Sticks mit MP3-Dateien ausgelesen werden, vier Cinch-Eingänge und einmal Line-In per Miniklinke stehen zur Verfügung. Besonders nützlich in der aufgefrischten Version ist das Bluetooth-Modul, das rückseitig angesteckt wird und Handys, Tablets und Computer drahtlos anbindet.

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Das Bluetooth-Modul befreit die Kombo 42 vom Kabelzwang.

(Foto: jwa)

Ästhetik-Pluspunkt: Die Verarbeitung des Receivers ist toll, die Front aus mattem Metall, das Material wirkt solide. Der Lautstärkeregler ist massiv und zugleich leichtgängig und vermittelt ein wertiges Gefühl. Das ist leider nicht bei allen Teilen so: Die Fernbedienung ist recht groß und aus leichtem Kunststoff, der sich in der Hand etwas billig anfühlt. Die kleinen runden Tasten für die Wahl der Quelle oberhalb des CD-Laufwerks klicken recht laut und lassen sich einen Tick zu schwer drücken. An der Front gibt es einen praktischen Miniklinke- und einen Cinch-Eingang, die aber beide hinter einer dünnen Plastikabdeckung sitzen, die klappernd abfällt, wenn man die Eingänge freilegen möchte.

Das sind freilich nur Kleinigkeiten ästhetischer Natur, die im Alltagseinsatz kaum stören. Gewöhnen muss man sich an Details bei der Bedienung - so stoppt zum Beispiel die Bluetooth-Wiedergabe, sobald man das CD-Laufwerk öffnet. Der Schlitten, der auf Knopfdruck ausfährt, wirkt überraschend dünn und wacklig, mit leichten Kratzern auf der CD hat der Laser schon an den ersten Testtagen Probleme. Die Fernbedienung funktioniert aus allzu spitzen Winkeln nicht, und dedizierte Tasten für die einzelnen Kanäle fehlen: Wer zwischen den Wiedergabequellen wechseln möchte, muss sich durchklicken.

Lautsprecher liefern

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Die Regallautsprecher Ultima 20 Mk2 wirken neben dem Receiver fast schon zu groß.

(Foto: jwa)

Die Lautsprecher machen wieder einen guten Eindruck, sie wirken neben dem kleinen Receiver fast schon überdimensioniert, obwohl sie als Regallautsprecher konzipiert sind und recht wenig Platz einnehmen (24 x 21,5 x 33,5 cm). Ästheten können entscheiden zwischen der dezenten Variante mit schwarzer Textilverkleidung oder der auffälligeren Option: Hinter der Frontabdeckung haben die Ultima 20 eine glänzende Front, der große Tiefmitteltöner schimmert golden.

Beim Klang sind die Lautsprecher über Zweifel weitgehend erhaben, im Bassbereich tönt es bei gehobener Lautstärke recht druckvoll, wer mehr Bass braucht, kann einen Subwoofer anschließen. Die Mitten sind ausgeglichen, differenziert und nicht überbetont, im Hochtonbereich klingen die Ultima sauber und auch bei hohen Lautstärken klar und gut aufgelöst. Genrevorlieben haben die Lautsprecher nicht, sie kommen mit allen Arten von Musik gut zurecht.

Preiswert und insgesamt gut

Voll aufgedreht fehlt der Kombination aus Ultima 20 und IP 42 aber ein bisschen Körper, basslastige Stücke können in den Mitten leicht dröhnen, während es in der Tiefe einen Hauch wärmer und fülliger ginge. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau, grundsätzlich bieten die Lautsprecher für ihre Größe und ihren Preis einen tollen Sound, der den meisten Hörern voll und ganz ausreichend dürfte.

Insgesamt ist die Kombo 42 eine rundum gelungene und für aktuell 370 Euro preiswerte Anlage. Nützliche Extras wären Digitalradio (DAB+), ein WLAN-Modul oder ein Phono-Anschluss für Plattenspieler, für die auch ein kleiner Aufpreis nicht weh täte. Etwas Nachholbedarf zeigt Teufel beim Receiver, hier ist bei Funktionalität, Material und Verarbeitung noch Luft nach oben. Die Lautsprecher - Teufels Kernkompetenz - überzeugen in ihrer Größen- und Preisklasse (Einzelpreis derzeit rund 150 Euro) trotz der genannten Einschränkungen auf ganzer Linie. 

Quelle: n-tv.de

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