Technik

140 Sekunden für einen Tweet Twitter führt Sprachnachrichten ein

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Ist eine Sprachnachricht länger als 140 Sekunden, beginnt automatisch eine neue.

(Foto: dpa)

Auf Twitter können Nutzer nun auch gesprochene Tweets verschicken. Die Funktion ist in der Testphase und funktioniert bislang nur in der iPhone-App. Offen bleibt, inwieweit der US-Kurznachrichtendienst gegen Hassrede und gefährliche Falschinformationen in den Sprachnachrichten vorgeht.

Twitter gibt Nutzern testweise die Möglichkeit, Tweets als Sprachnachrichten zu veröffentlichen. Ein gesprochener Tweet darf bis zu 140 Sekunden lang sein. Spricht man länger, fängt automatisch die nächste Nachricht an. Die Funktion wird zunächst nur in der Twitter-App für das iOS-System von Apples iPhones und iPads verfügbar sein, wie Twitter ankündigt. Alle sollen sie sich jedoch anhören können.

Auf dem persönlichen Twitter-Nutzerkonto kann die neue Funktion über das Icon einer "Wellenlänge" genutzt werden. Klickt der Nutzer auf das Icon, kommt er zu einem Aufnahmeknopf, um einen Sprach-Tweet aufzunehmen. Dieser wiederum erscheint als Audiodatei, die angeklickt werden kann.

Twitter ging in dem Blogeintrag nicht darauf ein, wie man bei gesprochenen Tweets die Maßnahmen gegen Hassrede, Hetze oder auch gefährliche Falschinformationen umsetzen werde. Plattformen wie Facebook und Twitter sind inzwischen dazu übergegangen, die Beiträge zu scannen, um solche Inhalte zu entdecken, statt auf Nutzer-Meldungen zu warten.

Zuletzt ging Twitter unter anderem strikt gegen falsche Informationen rund um das Coronavirus vor, durch die Menschen zu Schaden kommen könnten, sowie bei Versuchen, Bürger von Wahlen fernzuhalten. Erstmals wurden auch Tweets von US-Präsident Donald Trump entsprechend gekennzeichnet.

Ein Twitter-Sprecher sagte dem Nachrichtensender CNN, man arbeite an zusätzlichen Überwachungssystemen vor einer breiteren Einführung der Funktion. Man werde die Sprach-Tweets auch nach Hinweisen von Nutzern prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.

Quelle: ntv.de, chf/dpa/AFP