Technik

Apple zeigt es allen Was kann das neue iPhone?

Am 7. Juni wird Apple-Chef Steve Jobs bei der Entwicklerkonferenz WWDC vermutlich das neue iPhone präsentieren. Nachdem Apple wie immer geschickt Infos verteilt hat, ist bereits einiges über das Telefon bekannt. Ein paar Überraschungen hat sich Jobs aber sicher für seine Präsentation in San Francisco aufgespart.

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Apple-Chef Steve Jobs präsentiert am 7. Juni das neue iPhone.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Was sonst als das neue iPhone sollte Steve Jobs vorstellen, wenn er am 7. Juni um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit in San Francisco die Bühne des Moscone Centers betritt? Er wird und er muss das neue iPhone präsentieren. Nichts anderes wollen die Fans weltweit sehen. Die Show ist der Höhepunkt einer wie immer perfekt gelaufenen PR-Kampagne.

Das heißt, ganz so perfekt wie in den Vorjahren lief es diesmal für Apple nicht. Zwar brodelte die Gerüchteküche wie immer zuverlässig und heftig. Allerdings hat Apple den Bogen in diesem Jahr ein wenig überspannt. Die Geschichte um einen angeblich in einer Bierschänke vergessenen iPhone-Prototypen entwickelte sich nicht so, wie von Apple gewünscht. Nicht alle Medien stürzten sich ausschließlich auf die spärlichen technischen Infos, die der unförmige Prototyp verriet. Viele zweifelten an der Echtheit der haarsträubenden Geschichte. Möglicherweise um diese Zweifel zu zerstreuen, startete Apple eine juristische Hetzjagd auf den Gizmodo-Blogger, der das Telefon dem Finder abgekauft haben soll. Die Wahrheit über das "Bierzelt-iPhone" wird wohl nie ans Licht kommen. So oder so hat die Geschichte Apple wohl mehr geschadet als genützt.

4G oder HD?

Schwamm drüber, spätestens, wenn Steve Jobs wie üblich mit Turnschuhen, Jeans und schwarzem Rollkragen ins Rampenlicht tritt, denkt niemand mehr daran. Dann wollen alle nur noch wissen, was das neue iPhone kann. Zunächst mal wird die Welt erfahren, wie das Kind denn nun heißen soll: 4G oder HD? Oder ganz anders? Nicht so wichtig. Neue Features braucht das Ding.

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Gizmodo zeigte Bilder des iPhone-Prototypen (links).

(Foto: Gizmodo)

Auf dem neuen iPhone wird das bereits vorgestellte Betriebssystem OS 4 laufen. Daher können einige Fähigkeiten des Telefons bereits ziemlich genau vorhergesagt werden. So bekommen die iPhone-Nutzer endlich Multitasking. Das heißt, mehrere Programme - nicht nur systemeigene - können zeitgleich laufen. Apps können in Ordnern zusammengefasst werden und das Mail-Programm bekommt einen universellen Posteingang, wo mehrere Konten zusammengefasst sind. In diesen Punkten hatte das iPhone Nachholbedarf gegenüber Android-Smartphones. Ob deutsche Kunden in den Genuss der Internettelefonie Voice over IP (VoIP) kommen werden, ist angesichts der Telekom-Blockadehaltung eher unwahrscheinlich.

Sehr hohe Auflösung

Bei der Hardware-Ausstattung hievt Apple das neue iPhone mindestens auf das Niveau der schärfsten Konkurrenten. Vermutlich vereinigt es Features, die es so in ihrer Gesamtheit auf noch keinem anderen Smartphone gibt. So wird ziemlich sicher eine zweite Kamera an der Front Videotelefonie mit dem iPhone möglich machen. Ein 3,5-Zoll-Bildschirm soll mit 960 x 640 Bildpunkten Apples Smartphone ins HD-Zeitalter bringen.

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PowerbookMedic hat Fotos präsentiert, die die weiße Rückseite des kommenden iPhones zeigen sollen.

(Foto: PowerbookMedic)

Wenn kürzlich im Internet aufgetauchte Fotos echt sind, könnte es ein komplett schwarzes iPhone und eine Variante ganz in Weiß geben. Außerdem soll das Gerät kantiger und flacher als der Vorgänger sein. Die Kamera auf der Rückseite fotografiert vermutlich nicht nur viel besser, sondern hat aller Wahrscheinlichkeit nach jetzt auch einen LED-Blitz. Fotos sollen per Geotagging mit Koordinaten versehen werden können. Einige Fans hoffen, dass das Gerücht zutrifft, das iPhone erhielte die Bezeichnung HD, weil die Kamera in der Lage sei, hochauflösende Videoaufnahmen zu machen.

Mit dem Herzen eines iPad

Der Akku soll 15 Prozent mehr Leistung bringen als bisher, was aber je nach aufgerüsteter Hardware nicht unbedingt zu einer längeren Betriebsdauer führen muss. Wie das iPad soll ins neue iPhone eine Mikro-SIM-Karte gesteckt werden, zwei Mikrofone sollen Störgeräusche beim Telefonieren möglichst minimieren. Vermutlich hat Apple dem Telefon auch den A4-Prozessor des Tablet-Rechners eingebaut. Weniger glaubwürdige Gerüchte behaupten, im neuen Kult-Handy könnte auch Qualcomms blutjunges 1,2-Gigahertz-Snapdragon-Herz schlagen. Den Arbeitsspeicher verdoppelt Apple voraussichtlich auf 512 Megabyte.

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Das iPhone hat sicher einiges vom iPad geerbt - oder umgekehrt.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Das klingt alles schon sehr vielversprechend, aber wie immer hoffen die vielen iPhone-Fans, dass Steve Jobs in San Francisco noch ein paar Überraschungen aus dem Rollkragenärmel schüttelt. Am 7. Juni berichtet n-tv.de natürlich alle Einzelheiten.

Quelle: ntv.de

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