Technik

Internet-Auktionen Yahoo Europa gibt Hammer ab

Yahoo-Auktionen werden in Europa bald der Vergangenheit angehören. Wie der US-amerikanische Internet-Portalbetreiber bekannt gab, wird er in den kommenden sechs Wochen seine unprofitablen Auktionsseiten in Deutschland und weiten Teilen Europas schließen. Stattdessen werde Yahoo auf seinem Portal den Marktführer eBay als bevorzugte Auktionsseite empfehlen, teilte das Unternehmen in München mit. Arbeitsplätze seien nicht betroffen.

Nur Skandinavien bleibt online

Yahoo will in den kommenden Wochen keine neuen Verkaufsangebote auf den Auktionsseiten annehmen. Betroffene Nutzer würden informiert. Das Unternehmen will ebenfalls die Auktionsseiten in England, Frankreich, Spanien, Italien und Irland schließen. Die Auktionsangebote in Dänemark, Schweden und Norwegen seien nicht betroffen. Yahoo folge damit seiner unternehmsweiten Strategie, sich auf rentable Bereiche zu beschränken, hieß es.

eBay werde Yahoo nach einem Abkommen mit mehrjähriger Laufzeit eine nicht genannte Summe für Werbung für die europäischen eBay- Seiten zahlen, berichtete das "Wall Street Journal". eBay wolle damit mehr Kunden erreichen.

Yahoo ist eine der bekanntesten Marken im Internet. Nach eigenen Angaben erreicht das Onlineportal weltweit mehr als 237 Millionen Menschen. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit jedoch unter sinkenden Werbeeinnahmen zu leiden. eBay ist eines der wenigen rentablen Onlineangebote der ersten Stunde des Internetbooms.

Inzwischen sind laut eBay 46,1 Millionen Mitglieder auf allen Kontinenten registriert. Sie hätten bei eBay im ersten Quartal 2002 Waren und Dienstleistungen im Wert von 3,11 Mrd. US-Dollar (3,36 Milliarden Euro) angeboten und erworben.

Quelle: ntv.de

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