Technik
Spieleentwickler und Weltraumtourist: Richard Garriott
Spieleentwickler und Weltraumtourist: Richard Garriott(Foto: picture-alliance/ dpa)
Mittwoch, 24. April 2013

Entwickler-Legende Garriott adelt Deutschland: "Zentrum der Spieleentwickler"

Crysis, Gothic, Anno: Nur drei Beispiele für grandiose Spieleserien aus deutscher Produktion. Bei den Berliner Gamestagen "Quo Vadis" zeigt sich nun auch Richard Garriott von Computerspielen "Made in Germany" begeistert. Das Lob des Entwickler-Urgesteins kommt einem Ritterschlag gleich.

Spielelentwickler-Legende Richard Garriott ist von Deutschland begeistert. "Es ist erstaunlich, wie sich Deutschland zum Zentrum der Spieleentwickler verändert hat", sagte der "Ultima"-Erfinder und begeisterte Weltraumtourist auf den Gamestagen in Berlin. Dem Standort Deutschland sagte Garriott für die Spielebranche eine "große Zukunft" voraus.

Entwickler-Legende Garriott zu Besuch bei den Berliner Gamestagen "Quo Vadis".
Entwickler-Legende Garriott zu Besuch bei den Berliner Gamestagen "Quo Vadis".(Foto: dpa)

Garriott zählt zu den frühen Pionieren der Computerspiele. Sein erstes Spiel "Akalabeth" programmierte er mit 19 Jahren. Nachdem das Spiel in den 70er Jahren zufällig von der Branche entdeckt wurde, habe er auf einen Schlag das Jahreseinkommen seines Vaters, eines Astronauten, um das Dreifache übertroffen. Mit seiner "Ultima"-Reihe feierte Garriott vor allem in den 90er Jahren große Erfolge.

Derzeit arbeitet Garriott an seinem Comeback. Mit dem Spiel "Shroud of The Avatar" kehre er an seine Wurzeln zurück, setze aber auf neue Wege, sagte er. Von den großen Verlagshäusern sei er vielfach enttäuscht worden, da sie ihm viel hineingeredet hätten - nicht immer zum Vorteil des Produkts. Bei seinem neuen Titel setzte er deshalb auf Crowdfunding, um die finanzielle Grundlage zu organisieren und unabhängig entwickeln zu können. Mit durchschlagendem Erfolg: Statt der angepeilten Summe von einer Million Dollar strich "Lord British", wie der Entwickler auch genannt wird, gut das Doppelte ein.

Beim Crowdfunding können sich Projekte über eine Internet-Plattform präsentieren und direkt bei den Nutzern oder anderen Investoren Geld einsammeln. Mit "Shroud of The Avatar" wolle er sowohl alte Fans als auch ganz neue Zielgruppen ansprechen. Es sollen auch Funktionen aus dem Social Gaming integriert sein. "Der Nutzer kann Felder bestellen, es gibt Städte und Grenzen, Fische zu angeln, Cafés und Haustiere - alles, was derzeit in Sozialen Spielen populär ist." Als Schmankerl für die deutschen Fans habe er ein "Rathaus-Glockenspiel" integriert.

Quelle: n-tv.de

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