Wirtschaft

Absatz von VW und Daimler sinkt Autobauer kommen in China nicht in die Spur

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Es gibt sie, doch aus Sicht der Unternehmen sind es zu wenige: deutsche Autos auf Chinas Straßen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sowohl bei Volkswagen als auch bei Daimler macht sich die Flaute in China bemerkbar. Beide Autobauer vermelden Rückgänge bei den Auslieferungen ihrer Fahrzeuge. In anderen Marktsegmenten blicken die deutschen Konzerne zuversichtlicher in die Zukunft.

Der Autobauer Volkswagen bekommt bei den Auslieferungen seiner Kernmarke VW Pkw weiter die schwächelnden Märkte in China und Europa zu spüren. "Der Mai war für Volkswagen bei den Auslieferungen ein Monat voller Licht und Schatten", sagte Markenvertriebschef Jürgen Stackmann in Wolfsburg. Weltweit verkaufte VW im vergangenen Monat 512.100 Autos, das sind 5,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

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Auf Jahressicht liegt Volkswagen nach fünf Monaten mit knapp 2,46 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Vor allem im wichtigsten Einzelmarkt China macht sich die Flaute für das Unternehmen bemerkbar, hier gingen die Auslieferungen im Mai um sieben Prozent zurück. Das Land steht für fast die Hälfte der verkauften Autos bei VW.

Auch Konkurrent Daimler muss einen besonders schmerzlichen Rückgang im wichtigsten Einzelmarkt China beklagen. Diesen konnte der Autobauer auch mit einem Plus in Deutschland und Europa nicht wettmachen. Von der Stammmarke Mercedes-Benz verkauften die Stuttgarter im Mai weltweit 195.690 Wagen und damit 1,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der Dax-Konzern mitteilte. Im Jahresverlauf steht Mercedes nach fünf Monaten bei 938.499 verkauften Autos, das sind 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Erzrivale BMW, der Mercedes im kommenden Jahr beim Verkauf von Premiumautos wieder überholen will, muss seine Zahlen für Mai erst noch vorlegen. Die VW-Tochter Audi verkaufte von Januar bis Mai 739.450 Autos und damit 5,8 Prozent weniger.

"Wir sind sehr zuversichtlich"

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In Europa wurde VW im Mai gut sechs Prozent weniger Autos los, was Markenvertriebschef Stackmann mit starken Vorzieheffekten vor einem Jahr begründete. Da hatte VW wegen der Einführung der neuen Abgas- und Verbrauchsprüftests WLTP viele Fahrzeuge mit alter Zertifizierung mit Rabatt verkauft. Auch im Juni werde es in Europa wegen der hohen Vergleichszahlen ein Minus geben, sagte Stackmann. "In Europa rechnen wir weiterhin mit einem starken zweiten Halbjahr für die Marke."

Bei Daimler lasten dem Unternehmen zufolge derzeit noch Modellwechsel bei den Stadtgeländewagen auf den Verkaufszahlen. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich im zweiten Halbjahr die wesentlichen Absatzimpulse unserer Modelloffensive insbesondere bei den SUVs zeigen werden", sagte Pkw-Vertriebschefin Britta Seeger. Die Modellwechsel in der Kompaktklasse zahlten sich bereits aus.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa