Wirtschaft

USA wollen Milliardenbuße Deutsche-Bank-Aktie bricht dramatisch ein

Geschockt reagieren Anleger der Deutschen Bank auf einen Vorschlag der US-Justiz: Zur Beilegung des Hypothekenstreits fordern die Behörden 14 Milliarden US-Dollar von Deutschlands größter Bank. Die hofft, dass sie die Summe noch drücken kann.

Mit einem herben Kursverlust reagierten die Aktien der Deutschen Bank auf eine Milliardenforderung der US-Justiz. Bereits im frühen Handel brach der Kurs um mehr als sieben Prozent ein, am Ende waren es sogar minus 8,5 Prozent auf rund 12 Euro. Nicht mehr weit ist es nun zu einem neuen Allzeittief, das jüngste stammt von Anfang August.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,63

Hintergrund war ein möglicher Vergleich im Hypothekenstreit zwischen Deutscher Bank und US-Justizministerium. Das Ministerium habe einen Vergleichsvorschlag über 14 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt, einen Betrag, über den zunächst das Wall Street Journal berichtet hatte und der später dann von der Deutschen Bank bestätigt wurde.

Das wäre eine der höchsten Strafen, die in den USA zur Beilegung eines Rechtsstreits um hypothekenbesicherte Wertpapiere (RMBS) gegen eine einzelne Bank verhängt wurde. Die Bank of America musste 2015 insgesamt 16,65 Milliarden Dollar zahlen.

Hoffnung, dass die Rechnung letztlich deutlich niedriger ausfällt

Die 14 Milliarden sind eine Art "Eröffnungsangebot", sagte ein Börsianer. Die Nachricht belaste die Aktie dennoch. Schließlich hätten Medien in den vergangenen Tagen berichtet, die Deutsche Bank stehe kurz vor einer Einigung mit den US-Behörden auf eine Zahlung von rund 2,5 Milliarden Dollar. "Das Schwert des Damokles wurde entgegen den Hoffnungen der Investoren noch nicht entfernt", fügte der Aktienhändler hinzu.

Auch die Deutsche Bank äußerte in einer Mitteilung in der Nacht die Hoffnung, dass die Rechnung letztlich deutlich niedriger ausfallen werde. Die Verhandlungen stünden erst am Anfang. Sie erwarte ein Verhandlungsergebnis, das im Bereich der Wettbewerber liegt, die sich mit dem Justizministerium bereits auf deutlich niedrigere Beträge geeinigt hätten.

Die 14 Milliarden Dollar seien ein erster Vergleichsvorschlag gewesen und das Ministerium habe die Bank aufgefordert, als nächsten Schritt einen Gegenvorschlag vorzulegen, so die Deutsche Bank weiter. Mit den Vergleichsverhandlungen will die Bank die zivilrechtlichen Ansprüche wegen der Emission und Platzierung von RMBS und damit zusammenhängender Verbriefungstransaktionen zwischen 2005 und 2007 beilegen.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ/rts

Mehr zum Thema