Wirtschaft

Neuer Übernachtungsrekord Deutschland zieht immer mehr Touristen an

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Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Seen und Küsten ist pro Einwohner das beliebteste Reiseland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit zehn Jahren stellt Deutschland immer neue Übernachtungsrekorde auf. Menschen aus dem Ausland, aber auch aus Deutschland selbst zieht es in deutsche Wälder, Dünen und Städte. Der Tourismus wächst vor allem im Westen stark, doch der Osten hat zwei Asse in der Hinterhand.

Der Tourismus in Deutschland hat auch im August einen neuen Übernachtungsrekord für diesen Monat aufgestellt. Die Zahl der Übernachtungen in den größeren Beherbergungsbetrieben lag mit 57,9 Millionen um 3,4 Prozent über dem Wert vom August 2018, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Bei Gästen aus dem Ausland gab es ein Plus von knapp einem Prozent auf 10,7 Millionen, die Übernachtungszahlen von inländischen Reisenden erhöhten sich binnen Jahresfrist um vier Prozent auf 47,2 Millionen. Die deutsche Tourismusbranche steuert damit auf das zehnte Rekordjahr in Folge: In den acht Monaten von Januar bis einschließlich August 2019 lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit 338,9 Millionen um 3,8 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Wiesbadener Statistiker berücksichtigen Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten.

Die meisten Urlauber verzeichnet regelmäßig Bayern, dort übernachten fast doppelt so viele Menschen wie im auf dem zweiten Platz liegenden Baden-Württemberg. In Berlin drängen sich auf knapp 900 Quadratkilometern über das Jahr verteilt gut 13 Millionen Besucher, die über 30 Millionen Übernachtungen zu Buche bringen. Damit weist die Hauptstadt die höchste Besucherdichte Deutschlands auf und steht ziemlich alleine.

Vor allem in der näheren Umgebung, den sogenannten neuen Bundesländern entwickelt sich der Tourismus schon seit 2008 langsamer als im Westen. Während dort die Übernachtungszahlen von 2008 bis 2018 um 29 Prozent anstiegen, nahmen sie in den neuen Bundesländern nur um 18 Prozent zu, wenn man von Berlin einmal absieht. Dort wuchsen die Übernachtungszahlen um 85 Prozent. Mit 19 touristischen Übernachtungen pro Einwohner ist Mecklenburg-Vorpommern dagegen bezogen auf die Einwohnerzahl das beliebteste Reisebundesland.

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Quelle: n-tv.de, lwe/dpa

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