Wirtschaft

Große Maschinen floppen Flugverkehr wird zukünftig rasant ansteigen

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In Le Bourget zeigt die Luftfahrtindustrie, was sie hat.

imago/Xinhua

Im französischen Le Bourget präsentierten sich derzeit die weltweit größten Flugzeugbauer. Am Rande der Messe wird deutlich: Der Bedarf an neuen Flugzeugen wird in den kommenden Jahren kräftig steigen, nur die großen Maschinen will kaum einer haben.

Immer mehr Menschen fliegen rund um die Welt - diese Aussichten sind gerade für Flugzeughersteller interessant. 2016 sind insgesamt 3,6 Milliarden Menschen mit dem Flugzeug gereist. Bis 2035 - so die Prognosen - würden es schon 7,2 Milliarden sein. Das US-Unternehmen Boeing hat nun seine Prognose für die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen in den kommenden 20 Jahren angehoben. Der weltgrößte Flugzeughersteller geht davon aus, dass bis 2036 branchenweit 41.030 Maschinen ausgeliefert werden. Deren Wert nach Listenpreisen wird erstmals über 6 Billionen Dollar liegen.

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Die Passagierzahlen in der Luftfahrt dürften in den kommenden zwei Jahrzehnten um 4,7 Prozent zulegen, erwartet der US-Konzern. Der Ausblick ist optimistischer als der des europäischen Konkurrenten Airbus, der mit 4,4 Prozent Wachstum rechnet. Fast 40 Prozent der neu gebauten Maschinen dürften an Fluggesellschaften in Asien gehen, wo der Luftverkehr derzeit massiv boome. Besonders hart dürfte der Wettbewerb im Segment der Maschinen mit einem Mittelgang sein, wo Boeings 737-Familie mit den A320-Modellen von Airbus konkurriert.

Große Flugzeuge kaum gefragt

Doch trotz mehr Fluggästen und einer hohen Nachfrage der Fluggesellschaften läuft ein Projekt ziemlich mies: Die großen Flugzeuge sind eher Flops, Modelle wie der A380 sehen imposant aus, doch nur wenige Airlines bauen auf die Riesen-Flieger.

Boeing hat eine Rubrik für Jets mit mehr als 400 Sitzplätzen mit der ab 300 Sitzen zusammengelegt - und die Aussichten eingedampft. Vor 20 Jahren habe auch Boeing gedacht, dass mehr sehr große Jets gebraucht würden, so ein Konzern-Manager. Aber auch das größte Modell der US-Amerikaner, der Jumbo-Jet 747-8, sei nur noch als Frachter gefragt.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP/dpa

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