Wirtschaft

Feindliches Kaufgebot? K+S-Aktie schnellt hoch

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Rohsalz-Großbunker des Kaliwerks Werra bei Heringen (Hessen).

(Foto: picture alliance / dpa)

Weiteres Kapitel im Kampf um K+S: Ein Bericht über eine mögliches feindliches Übernahmeangebot durch den kanadischen Kali-Riesen Potash beflügelt die Aktie des Kasseler Dax-Konzerns. Hessens Ministerpräsident Bouffier sprach erneut mit Potash-Chef Tilk.

Spekulationen über ein mögliches feindliches Übernahmeangebot durch den Konkurrenten Potash hat den Aktienkurs des Kali- und Salz-Produzenten K+S beflügelt. Einen entsprechenden Übernahmeplan habe der Vorstand des kanadischen Kali-Riesen vor Brokern in Kanada ausgebreitet, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise in Montreal. Nach der Meldung schnellten K+S-Aktien um 7,25 Prozent auf 36,11 Euro hoch. Potash lehnte einen Kommentar ab, K+S war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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Die hessische Staatskanzlei bestätigte unterdessen ein neues, zweites Treffen vor einigen Wochen von unter anderem Ministerpräsident Volker Bouffier mit Potash-Chef Jochen Tilk. Dabei sei es nicht um eine feindliche Übernahme und auch nicht um Arbeitsplatzgarantien gegangen, betonte ein Sprecher der Staatskanzlei. "Potash hat seine Absichten offen gelassen." Das "Handelsblatt" hatte berichtet, laut Potash seien weitreichende Standort- und Arbeitsplatzgarantien Thema bei dem Gespräch gewesen.

Potash bemüht sich seit Monaten, K+S zu Gesprächen zu bewegen. Die Kanadier bieten für den Kasseler Konkurrenten seit Ende Juni 41 Euro je Aktie. Der K+S-Vorstand hatte die Offerte bereits mehrfach als zu niedrig zurückgewiesen. Zudem fehlen dem Management zufolge verbindliche Zusagen zum Schutz der Interessen der weltweit mehr als 14.000 K+S-Beschäftigten.

Bei einer feindlichen Übernahme würde sich Potash direkt an die K+S-Aktionäre wenden und ihnen auch gegen den Willen der K+S-Führung ein Angebot für den Verkauf ihrer Anteile machen.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa