Wirtschaft

Hinweise des Außenamts beachten Merkel empfiehlt Reisen in den Nahen Osten

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Beliebtes Reiseziel im Nahen Osten: Dubai.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf einem Gipfeltreffen will die Tourismusbranche zu Wochenbeginn diskutieren, wie der Terrorismus ihr Geschäft beeinflusst. Auch die Bundeskanzlerin wird zu dem Treffen erwartet - sie wirbt vorab für Urlaube in der arabischen Welt.

Naher Osten

Der Nahe Osten beschreibt im Allgemeinen die arabischen Staaten in Vorderasien und Israel. Im engeren Sinn gehören Bahrain, Jemen, Jordanien, Katar, Libanon, Oman, die Palästinenser-Gebiete, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate dazu. Im weiteren Sinn werden außerdem Ägypten, der Irak, der Iran und die Türkei dazu gezählt.

Vor dem Tourismusgipfel am Montag in Berlin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Reisen in die arabische Welt empfohlen. In ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast motivierte sie Urlauber, sich bei Aufenthalten in der Region näher mit der Geschichte und Entwicklung der Länder zu befassen. Man erfahre so "mehr über die Zusammenhänge" zwischen den arabischen Staaten und Europa - während man zugleich den wirtschaftlich wichtigen Fremdenverkehr im Nahen Osten fördere.

Zu Sorgen um Terroranschläge meinte die CDU-Chefin, die deutschen Botschaften beobachteten die Lage sehr genau. Urlauber sollten vor ihrer Reise aber die Hinweise des Auswärtigen Amtes "sehr gut lesen".

Die deutsche Tourismusbranche trifft sich zum Wochenbeginn in der Hauptstadt. Schwerpunkte des 20. Tourismusgipfels sind die Terrorbedrohung und der Tourismus in der arabischen Welt. Erörtert wird auch, inwieweit Urlaub und Reisen zur Verständigung beitragen können. Die Branchenvertreter diskutieren außerdem über datenbasierte Geschäftsmodelle und Start-ups in der Tourismuswirtschaft.

Merkel wird bei dem Gipfel zu einer Rede erwartet. Sie lobte vorab über die gute Entwicklung des heimischen Tourismus. Viele Menschen machten wieder Urlaub im Inland und entdeckten "die deutsche Heimat sozusagen von Neuem". Zudem kämen viele ausländische Touristen - das 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr werde weitere Gäste aus aller Welt in die Bundesrepublik bringen.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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