Wirtschaft

Umfangreiche Entlassungen? Musk zückt bei Twitter wohl den Rotstift

2022-10-28T080956Z_1448419269_RC2ZTT9IEJGR_RTRMADP_3_TWITTER-M-A-MUSK.JPG

Auf Twitter lastet ein gigantischer Schuldenberg.

(Foto: REUTERS)

Elon Musk hat bei der Übernahme von Twitter dem Unternehmen offenbar einen gigantischen Schuldenberg aufgehäuft. Analysten schätzen, dass die Zinszahlungen auf das 20-Fache des Vorjahreswertes gestiegen sind. Massive Einsparungen sollen das Problem lindern helfen.

Twitter plant offenbar schon wenige Tage nach der Übernahme durch den US-Milliardär Elon Musk umfangreiche Entlassungen. Es sei zu erwarten, dass sowohl Softwareingenieure als auch andere Mitarbeiter von dem Abbau betroffen sein werden, sagte ein Insider. Welches Ausmaß die Entlassungen haben könnten, blieb zunächst unklar. Twitter beschäftigt nach eigenen Angaben rund 7500 Mitarbeiter.

Twitter
Twitter 55,50

Zu Jahresbeginn erklärte Twitter, es werde aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds nach Möglichkeiten für Einsparungen gesucht. Einstellungen waren im zweiten Quartal deutlich verlangsamt worden, wie es in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hieß. Social-Media-Unternehmen bekommen steigende Inflation, Rezessionsängste und die Folgen des Kriegs in der Ukraine in diesem Jahr in Form sinkender Werbeeinnahmen zu spüren. Die "New York Times" hatte zuvor über die Pläne von Twitter berichtet, im gesamten Unternehmen Stellen zu streichen.

Mehr zum Thema

Musk hatte schon im Juni geäußert, dass er die Kostensituation bei Twitter nicht für gut halte, wie Personen berichteten, die damals ein virtuelles Treffen des designierten neuen Eigentümers mit Mitarbeitern verfolgten. Er schloss Entlassungen seinerzeit nicht aus und fügte hinzu, dass jeder, der einen wichtigen Beitrag zu dem Unternehmen leiste, sich keine Sorgen machen müsse.

Im Zuge der Übernahme durch Musk hat Twitter Schulden in Höhe von 13 Milliarden Dollar aufgenommen, was nach Ansicht von Analysten den Druck erhöhen wird, die Kosten zu senken und die Einnahmen zu steigern. Analysten schätzen auf der Grundlage von Bedingungen, die zuvor in Dokumenten im Zusammenhang mit der Transaktion dargelegt wurden, dass Twitter jährliche Zinszahlungen in Höhe von mehr als eine Milliarde Dollar zu leisten hat, verglichen mit etwa 51 Millionen Dollar im vergangenen Jahr. Twitter hat in den vergangenen fünf Jahren einen durchschnittlichen Jahresgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von etwa 700 Millionen Dollar erzielt.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen