Wirtschaft

Abgasausstoß spürbar gesenkt Opel erhält Zulassung für Diesel-Zafira

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Um die Software zu prüfen, soll sich das Kraftfahrtbundesamt Unterstützung von einem Hacker geholt haben.

(Foto: imago/Newscast)

Opel kann ab Ende des Jahres wie geplant den neuen Zafira verkaufen. Das Kraftfahrtbundesamt erteilt dem Zweiliter-Diesel die Zulassung. Alle Zweifel am geschönten Abgasausstoß sind demnach ausgeräumt.

Opel hat nach monatelanger Prüfung für den Zweiliter-Diesel des neuen Zafira die Zulassung durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) bekommen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte einen Bericht der "Bild am Sonntag", wonach Zweifel an der Software zur Motorsteuerung ausgeräumt seien. Die Typengenehmigung werde am Montag erteilt. Der neue Motor soll auch in den Modellen Insignia und Cascada zum Einsatz kommen.

Wie die Zeitung berichtete, holten sich die Beamten sogar Hilfe bei einem Computer-Hacker, der die neue Software prüfte. Das neue System zur Abgasbehandlung wirke deutlich stärker, die Emissionen konnten spürbar gesenkt werden, heißt es in einem internen Prüfbericht.

"Technisch notwendig und legal"

Opel sah sich beim alten Zafira-Modell Vorwürfen ausgesetzt, ähnlich wie VW eine illegale Abschaltvorrichtung eingebaut zu haben, um Abgaswerte des Dieselmotors zu schönen. Der Bericht der nach dem VW-Skandal eingesetzten Untersuchungskommission liegt noch nicht vor.

Der Autobauer wies den Vorwurf stets zurück und erklärte die Reduzierung der Abgasreinigung in großen Temperaturbereichen und bei hohen Geschwindigkeiten mit dem Schutz wichtiger Bauteile im Fahrzeug. Das sei technisch notwendig und legal. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte nach dem Abgas-Skandal beim Volkswagen-Konzern angekündigt, bei neuen Typzulassungen solle in Zukunft genauer geprüft werden.

Quelle: ntv.de, chr/dpa