Wirtschaft

Souveränität und bilaterale Verträge Schäuble empfiehlt Briten Schweizer Modell

28afe0e21909325e5638c27b71171334.jpg

Finanzminister Wolfgang Schäuble blickt auf den Brexit mit Sorge.

(Foto: dpa)

Der Brexit wird der britischen Wirtschaft längerfristig schaden, ist sich Bundesfinanzminister Schäuble sicher. Damit es besser läuft, sollten sich die Briten die Schweiz zum Vorbild nehmen, rät er.

Großbritannien sollte sich nach Meinung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei der Gestaltung des Brexits an der Schweiz orientieren. "Die Briten sollen sich ein Beispiel daran nehmen, wie klug die Schweiz nationale Souveränität und enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Union verbindet", sagte Schäuble der "Neuen Züricher Zeitung".

Premierministerin Theresa May hat jüngst einen "harten Brexit" angekündigt. Dabei würde das Land den EU-Binnenmarkt verlassen, um in der Einwanderungspolitik freie Hand zu haben. Die Schweiz hat über bilaterale Verträge Zugang zum EU-Binnenmarkt. Statt Quoten für ausländische Arbeitskräfte einzuführen, gewährt das Land eigenen Bürgern bei der Besetzung offener Stellen Vorrang.

An die Adresse der britischen Regierung sagte Schäuble, man müsse die wachsende Verunsicherung in der Bevölkerung ernst nehmen und Notwendigkeiten erklären, statt Illusionen zu wecken, es gebe auch einen leichten Ausweg.

"Der Brexit ist längerfristig für Großbritannien schlecht", sagte der Bundesfinanzminister. "Kurzfristig läuft die Wirtschaft derzeit gut, aber das liegt vor allem daran, dass sich das Pfund abgeschwächt hat. Wir wissen, dass Länder, die auf Abwertungen ihrer Währung setzen, langfristig nicht erfolgreich sind."

Quelle: n-tv.de, hul/rts

Mehr zum Thema