Wirtschaft

Steuerstreit um US-Firmen in Europa US-Finanzministerium droht Brüssel

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Apple wird zum Zankapfel zwischen den USA und der EU.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Werben um US-Konzerne haben sich einige EU-Staaten mit Steuervergünstigungen unterboten. Weil das in der EU verboten ist, könnte die Kommission Nachforderungen gegen Unternehmen wie Apple verhängen. Washington will das nicht hinnehmen.

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Die Steuerermittlungen der EU-Kommission gegen Mitgliedsländer, bei denen amerikanischen Unternehmen hohe Nachzahlungen drohen, sorgen für spürbare Spannungen mit den USA. Kurz vor der erwarteten Entscheidung zum Apple-Standort Irland kritisierte das US-Finanzministerium das Vorgehen der Brüsseler Behörde in scharfen Worten und drohte mit nicht näher beschriebenen Gegenmaßnahmen.

Die EU-Kommission prüft in bereits seit Jahren laufenden Verfahren, ob Mitgliedstaaten Unternehmen mit Steuervergünstigungen ins Land gelockt haben. Solche Deals werden als Wettbewerbsverzerrung geahndet. Die Unternehmen können dann aufgefordert werden, Steuern nachzuzahlen.

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks in den Niederlanden und der Autobauer Fiat Chrysler in Luxemburg sollen bereits Dutzende Millionen Euro erstatten und gingen dagegen vor Gericht. Im Fall von Apple könnte es in Irland um einige Milliarden gehen. Die Investmentbank JPMorgan schätzte den Betrag laut Medienberichten auf bis zu 19 Milliarden Dollar.

In einem Papier des amerikanischen Finanzministeriums heißt es nun, die Wettbewerbsaufsicht der EU-Kommission agiere als übernationale Steuerbehörde und gefährde dadurch internationale Vereinbarungen zur Eindämmung von Steuerflucht. Die Nachzahlungen könnten zudem die Steuerlast der Unternehmen in den USA entsprechend verringern. Das Ministerium "prüft weiterhin eventuelle Antworten, wenn die Kommission an ihrem aktuellen Kurs festhält", hieß es.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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