Wirtschaft

Erfolgreiche Finanzierungsrunde Uber überschreitet 50-Milliarden-Grenze

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Uber will weiter expandieren.

(Foto: dpa)

Der Fahrdienst-Anbieter Uber startet eine neue Finanzierungsrunde. Die gestaltet sich ziemlich erfolgreich, am Ende fließen über eine Milliarde Dollar in die Kassen. Das wirkt sich wohltuend auf die Gesamtbewertung aus.

Der umstrittene Fahrdienstanbieter Uber aus den USA hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Kapitalerhöhung von fast einer Milliarde Dollar unter Dach und Fach gebracht. Der Wert des Unternehmens steige damit auf mehr als 50 Milliarden Dollar (gut 45,5 Milliarden Euro), berichtete die US-Tageszeitung "Wall Street Journal". An den jüngsten Investitionen seien der US-Technologiekonzern Microsoft und Times Internet, eine Tochter des indischen Medienhauses Bennett Coleman & Co., beteiligt.

Die Finanzagentur Bloomberg meldete dagegen unter Berufung auf einen Insider, der Softwarekonzern habe noch keine abschließende Entscheidung getroffen. Uber kommentierte den Bericht nicht und verwies auf eine Grundsatzankündigung vom Mai. Das Unternehmen hatte am Donnerstag angekündigt, in den kommenden neun Monaten eine Milliarde Dollar in Indien zu investieren. Das Land ist inzwischen der größte Markt für die Amerikaner nach den USA.

Facebook auf den Fersen

Die Bewertung in einer Finanzierungsrunde entscheidet darüber, welchen Anteil an einem Unternehmen die Investoren für ihr Geld bekommen. Bei insgesamt 50 Milliarden Dollar gibt es für eine Milliarde entsprechend eine Beteiligung von zwei Prozent. Die Bewertungen in den Finanzierungsrunden gelten auch als eine Richtlinie für einen späteren Börsengang. Vor Uber hatte nur Facebook vor dem Börsengang als Startup die Marke von 50 Milliarden Dollar bei der Bewertung in einer Finanzierungsrunde geknackt. Inzwischen ist das weltgrößte Online-Netzwerk an der Börse mehr als 260 Milliarden Dollar wert.

Uber vermittelt über Smartphone-Apps und im Internet Fahrten in verschiedenen Angebots- und Preisklassen. Für Ärger sorgt vor allem der Dienst UberPop, der sich auf private Gelegenheitsfahrer und deren Autos stützt.

Der Konzern betrachtet sich selbst als reinen Dienstleistungsvermittler, der nur eine neue technische Möglichkeit anbietet, um eigenständige Fahrer und Passagiere zusammenzubringen. Die Taxibranchen in vielen Staaten kritisieren das Geschäftsmodell jedoch als unlauteren Wettbewerb.

Quelle: ntv.de, sba/rts/AFP

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