Mittwoch, 17. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:47 Uhr

Luft wird dünner, Dax marschiert weiter

Ein Kletterer ist vor dem tiefblauen Himmel auf dem Grat der Eschbacher Klippen unterwegs. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

Der Dax hat 5000 Punkte seit Mitte März zurückgelegt!

Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

Dünne Luft hin oder her, die Rally geht weiter. Auch am Mittwoch präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt - wenn auch etwas gebremst - von seiner freundlichen Seite.

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Am Ende stieg der Dax um 0,5 Prozent auf 12.382 Punkte. Auch der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte nahm 0,5 Prozent mit in den Feierabend.

Spannungen um den Konfliktherd Nordkorea und die Ausbreitung des Coronavirus in Peking wurden ausgeblendet. Stattdessen wetteten die Anleger darauf, dass die zahlreichen Konjunkturprogramme der Regierungen zusammen mit Maßnahmen der großen Notenbanken die Konjunktur schon wieder in Schwung bringen werden.

Ob die Kletterpartie am Donnerstag weitergeht, ist wie immer offen. Am Freitag laufen Optionen und Futures aus, das Gerangel um die Basispreise führt zu schnellen Bewegungen auf beiden Seiten. Der Dax hat bereits mehrere Anläufe über die 12.400er Marke unternommen, zeitweise lag er aber auch schon im Minus.

"Strategisch orientierte Investoren halten sich vor dem Verfall tendenziell zurück", so ein Händler. Das spreche dafür, dass bei 12.500 Punkten zunächst der Deckel auf dem Dax liege. Zudem sei die Lage nach den fast 5000 Punkten Plus von Mitte März bis Anfang Juni immer noch überkauft und benötige vermutlich eine Bereinigung über eine längere seitwärts gerichtete Konsolidierungsstrecke.

Das war der Börsen-Tag für heute. Morgen macht an dieser Stelle der Kollege Wolfram Neidhard munter weiter. Bis dahin halten Sie die Kollegen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Schauen Sie immer wieder mal vorbei und bleiben Sie informiert!

17:15 Uhr

Facebook will Millionen US-Bürger zum Wählen animieren

Das Online-Netzwerk Facebook will mit einer Informationskampagne dazu beitragen, dass sich vor der US-Präsidentschaftswahl zusätzlich vier Millionen Wähler registrieren. Konzernchef Mark Zuckerberg schrieb in einem Beitrag für die Zeitung USA Today, Facebook werde auf seiner Plattform "zuverlässige Informationen" zu der Wahl anbieten.

Facebook
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Dabei werde erklärt, wie und wann gewählt werde, wie Wähler sich registrieren lassen können und wie Bürger per Briefwahl abstimmen können. Zuckerberg sprach von der "größten Wahlinformationskampagne in der US-Geschichte". Er erwarte, dass bis zu den Wahlen am 3. November 160 Millionen Menschen in den USA die Informationen zu dem Urnengang sehen würden.

16:54 Uhr

Warum Wasserstoff für die Börse relevant ist

Und noch ein Beitrag unserer TV-Kollegen:

Die Corona-Krise zwingt viele Branchen zum Umdenken, gerade auch im Bereich Transport und Nachhaltigkeit. Der Staat will jetzt die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen mit 9 Milliarden Euro unterstützen. Wie Trader auf die Wasserstoffindustrie setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Grunert von Morgan Stanley.

 

16:40 Uhr

Brüssel nimmt Fiat-PSA-Deal schärfer unter die Lupe

Die Ankündigung hatte den Automarkt im Dezember vorigen Jahres in Wallung versetzt: Fiat und die Opel-Mutter Peugeot peilten an, sich zum viertgrößten Autobauer zusammenzuschließen. Doch nun meldet die EU-Kommission Bedenken an.

Sie hat deshalb eine vertiefte Prüfung des Falls eingeleitet, die sich bis 22. Oktober hinziehen könnte. Hintergrund ist die Befürchtung, dass der Zusammenschluss der beiden Fahrzeughersteller den Wettbewerb auf dem Markt für Lieferwagen einschränken könnte.

16:24 Uhr

Fraport-Chef: Streichen bis zu 4000 Stellen, "so hart es ist"

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport wird in den kommenden Jahren zwischen 3000 und 4000 seiner gut 22.000 Arbeitsplätze wegen der Corona-Krise abbauen. "So hart wie es ist, wir werden zwischen 3000 und 4000 Leuten weniger beschäftigen können", zitiert Bloomberg Fraport-Chef Stefan Schulte.

Fraport
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Es gehe dabei um den Zeithorizont 2023 und 2024. Verhandlungen mit den Gewerkschaften sollten bald beginnen. Die Luftfahrt hat durch die Corona-Reisebeschränkungen den schwersten Geschäftseinbruch ihrer Geschichte erlebt. Die Branche erwartet eine nur langsame Erholung und rechnet mit dem Vorkrisenniveau frühestens 2023. Bei Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit gehen massiv Arbeitsplätze verloren.

16:14 Uhr

Opec-Bericht: Industrie schwimmt weiter im Überangebot

Der globale Ölmarkt beginnt nach Ansicht der Organisation der Erdöl exportierenden Länder (Opec) dank der Produktionskürzungen und der Lockerungen der Pandemiebeschränkungen wieder langsam ins Gleichgewicht zu kommen. Dennoch schwimme die Industrie immer noch im Überangebot.

In ihrem Monatsbericht ließ die OPEC ihre Prognosen unverändert, wonach die weltweite Nachfrage nach Erdöl im Jahr 2020 um 9,1 Millionen Barrel pro Tag und im zweiten Quartal um 17,3 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen wird. Eine Rückkehr zum Ölmarkt aus der Zeit vor der Pandemie sei noch in weiter Ferne. Da Flugreisen und die Industrie wahrscheinlich bis zum Ende dieses Jahres verhalten bleiben dürften, dürfte auch die Nachfrage nach Ölprodukten wie Kerosin und Diesel begrenzt bleiben.

15:48 Uhr

Dow kämpft um ein Plus, Dax lässt das kalt

Die Wall Street startet positiv in den Handel und setzt damit zunächst die Rally fort. Doch nach wenigen Minuten verflüchtigen sich die Gewinne auch schon wieder!

Der Dow kämpft zwischen Plus und Minus bei rund 26.303 Punkten. Der S&P 500 hält sich derweil mit 0,1 Prozent noch leicht im Plus.

Unterstützung dürfte von der jüngsten Ausweitung der Anleihekäufe der US-Notenbank und zuletzt überraschend gute US-Konjunkturdaten kommen. "Das Schlimmste ist meiner Meinung nach überstanden", sagt Patrick Spencer von der US-Investmentfirma Baird. "Ich glaube, eine V-förmige Erholung ist im Gange", ergänzt der Teilnehmer.  Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die auf die steigende Zahl von Neuinfektionen in diversen US-Bundesstaaten und in Peking verweisen.

Der Dax steckt den Mini-Dämpfer durch die schwache Wall-Street-Eröffnung ebenso weg wie die enttäuschenden US-Baubeginne und notiert weiter mit rund  0,5 Prozent im Plus. "Das ist erst einmal nur eine schwache Zahl nach vielen guten", sagt ein Händler. Zudem sei der Vormonat nach oben revidiert worden, wodurch die Basis höher sei.

Was es mit dem Buchstabensalat bei den Erholungsszenarien in der Corona-Krise auf sich hat, erfahren Sie hier:

15:31 Uhr

Geht die "meistgehasste Börsenrally" weiter?

Diese Börsen-Rally gibt Rätsel auf. Unsere TV-Kollegen von der Telebörse haben nachgehakt:Heute zu Gast Christian Kahler, Chef-Anlagestratege DZ Bank.

 

15:15 Uhr

Ölpreis hat seit April 20 Dollar zugelegt, Benzin ebenfalls teurer

Durch die steigende Nachfrage nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen kostet ein Liter Super E10 inzwischen wieder im Bundesdurchschnitt 1,237 Euro. Damit ist er wieder so teuer wie Mitte März, wie der ADAC mitteilt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Benzinpreis damit um einen Cent.

Auch der Dieselpreis stieg im Vergleich zur Vorwoche  - der Liter kostet im Mittel nun 1,088 Euro und ist damit 0,7 Cent teurer. Das ist der höchste Wert seit zwei Monaten.

Seit den Tiefstwerten Ende April ist der Preis für den Liter Super E10 damit um rund zehn Cent gestiegen. Im gleichen Zeitraum wurde Diesel durchschnittlich etwa fünf Cent teurer. Grund dafür ist laut ADAC eine Verdoppelung der Rohöl-Preise von rund 20 Dollar je Barrel auf aktuell gut 40 Dollar.

14:55 Uhr

Fleischlos-Hype geht weiter: Anleger fliegen auf Beyond Meat

Corona und das Hygiene-Chaos in Schlachthäusern befeuert immer weiter die Nachfrage nach Fleischersatz.  Laut Nielsen-Daten stieg der Umsatz in der Woche zum 6. Juni noch einmal um um 168,5 Prozent! Ein großer Gewinner des Trends ist Beyond Meat.

Beyond Meat
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Pünktlich zur Sommergrillsaison punktet der Hersteller von fleischlosen Burgern mit einem "Schnäppchenangebot" - auch bei Börsianern: Demnächst sollen 10-erPacks zum Vorzugspreis von 15,99 US-Dollar angeboten werden -  ein Preis, der dem von Rindfleisch sehr nahe kommt!

Die Value Packs werden laut dem US-Sender CNBC in der Woche vom 22. Juni bei Waltmart, Target und anderen ausgewählten Einzelhändlern in den USA zum Verkauf angeboten. Das Angebot soll zeitlich begrenzt sein. Die Anleger honorieren dieses Saisonangebot: Die Aktien gewinnen vorbörslich noch einmal um rund drei Prozent. In diesem Jahr haben die Papiere ihren Wert bereits verdoppelt.

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:29 Uhr

Verbraucher legen mehr Geld auf die hohe Kante

Trotz teilweise reduzierter Einkommen in der Corona-Krise werden die Deutschen einer Studie zufolge in diesem Jahr etwas mehr Geld zurücklegen.

Die Sparquote steige voraussichtlich um einen Prozentpunkt auf 11,9 Prozent, teilte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) mit. Das liege vor allem am eingeschränkten Konsum infolge der Corona-Beschränkungen, den Verbraucher später nur teilweise nachholten. Das gelte etwa für ausgefallene Urlaubsreisen oder "aufgeschobene Anschaffungen von langlebigen Konsumgütern wie Autokäufe", erklärte BVR-Vorstand Andreas Martin.

13:44 Uhr

Mitteilung an HSBC-Mitarbeiter: "Müssen Pause beim Stellenabbau nun beenden"

Bad news für HSBC-Mitarbeiter:

Die britische Großbank nimmt ihren wegen der Corona-Krise unterbrochenen Arbeitsplatzabbau wieder auf. "Ich schreibe Ihnen, um Ihnen mitzuteilen, dass wir die Pause beim Stellenabbau nun beenden müssen", zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einem internen Schreiben von Konzernchef Noel Quinn. Das Unternehmen hat den Inhalt bestätigt.

HSBC
HSBC 4,25

Im Februar hatte die Bank angekündigt, in den kommenden drei Jahren rund 35.000 der weltweit 235-000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen und die Kosten um 4,5 Milliarden US-Dollar (rund 4 Mrd Euro) zu senken. Wegen der Corona-Krise war der Stellenabbau jedoch zunächst auf Eis gelegt worden.

Die Kürzungen sollen vor allem die USA und Europa treffen. Geschäftsfelder in den schwächelnden Märkten sollen zusammengelegt werden, um sich noch stärker auf Asien zu konzentrieren. Erwartet wird, dass vor allem in den Bereichen Wertpapiergeschäft und Handel Stellen abgebaut werden.

13:14 Uhr

Britische Aufsicht verhängt Strafe gegen Commerzbank

Die britische Finanzaufsicht FCA hat der Commerzbank wegen früherer Verstöße gegen Geldwäschevorgaben eine Strafe aufgebrummt. Die Londoner Niederlassung des Instituts muss in dem Zusammenhang 37,8 Millionen Pfund (gut 42 Millionen Euro) bezahlen, wie die FCA mitteilt.

Commerzbank
Commerzbank 4,14

Bei den damit abgeschlossenen Untersuchungen geht es um mehrere Vorfälle in den Jahren 2012 bis 2017. Im Fokus stand der Bereich in der Londoner Niederlassung, der für die Legitimitätsprüfung von Kunden zuständig ist. Neue Kunden werden hier durchleuchtet und auch bei bestehenden Geschäftspartnern müssen regelmäßige Prüfungen erfolgen. Die Anforderungen an dieses im Fachjargon bekannte "Know Your Customer" (KYC) wurden in den vergangenen Jahren in der gesamten Bankbranche verschärft.

12:26 Uhr

Brexit-Blues in London: Europäer kaufen keine Immobilien mehr

Laut dem größten Bauunternehmer der Stadt, Berkeley Group Holdings, meiden europäische Käufer den Londoner Immobilienmarkt. "Früher waren es für uns noch etwa vier bis fünf Prozent, jetzt sind es noch ein Prozent", sagt Vorstandschef Rob Perrins der US-Finanzagentur Bloomberg. Der Brexit hat effektiv dazu geführt, dass London derzeit nicht als Ort angesehen wird, an dem die Europäer investieren wollen."

Berkeley Group Holdings
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In anderen Teilen der Welt sei die Nachfrage dagegen noch hoch, so zum Beispiel in Hongkong. Das Vereinigte Königreich befindet sich nach seinem Austritt aus der EU im Januar in einer Übergangsphase. Sie läuft Ende des Jahres aus, was bedeutet, die tatsächlichen Auswirkungen der Abstimmung sind derzeit noch nicht absehbar.

11:45 Uhr

Wie stark purzeln die Immobilien-Preise durch Corona?

Der Chefvolkswirt des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Klaus Wiener, rechnet in der Corona-Krise mit allenfalls leichten Preisrückgängen im Immobiliensektor.

"Natürlich werden auch in dieser Krise die Immobilienpreise etwas leiden", sagte er auf dem Branchentag des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) in Berlin. "Aber nicht so stark wie wir das bei der vorigen Wirtschaftskrise in Europa beobachtet haben."

Positiv sei, "dass die Zinsen noch sehr lange sehr niedrig sein werden", sagte Wiener. "Auf der anderen Seite werden wir sehen, dass Arbeitsplätze verloren gehen. Das heißt, die Einkommen werden nicht so stark steigen wie in der Vergangenheit." Das habe bereits dazu geführt, dass Preise für Wohnimmobilien gefallen seien. Auch bei gewerblichen Immobilien mache sich die Krise bemerkbar. Wie auch auf dem Wohnimmobilienmarkt würden sich die Preisrückgänge aber in Grenzen halten.

11:30 Uhr

Deutsche-Post-Papiere erstürmen Dax-Spitze

Mit Aufschlägen von bis zu 3,5 Prozent haben die Papiere der Deutschen Post die Dax-Spitze erobert. Die Aktie wird gestützt von einem sehr positiv aufgenommen Ausblick des Deutsche-Post-Konkurrenten PostNL in den Niederlanden. Dieser wird offenbar günstig für den gesamten Sektor interpretiert. Die Jahresprognose von PostNL ist deutlich stärker ausgefallen.

Deutsche Post
Deutsche Post 33,11

Der Dienstleister rechnet mit einem Ebit im laufenden Jahr in einer Spanne zwischen 110 bis 130 Millionen Euro. Vor allem das Paketgeschäft legte kräftig zu. Das sei ermutigend, heißt es im Handel. PostNL haussieren mit Aufschlägen von 16,5 Prozent.

 

11:17 Uhr

Ökonomen: Konjunktureller Tiefpunkt ist überwunden

Ein Lichtstreif am Horizont: Die Ökonomen des RWI-Instituts erwarten für den Sommer eine Konjunkturerholung.

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Für das laufende Jahr rechnet das RWI mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 5,8 Prozent, da der Shutdown im März und April zu einem massiven Rückgang der Produktion führte. Damit würde der bisherige Negativrekord der bundesdeutschen Geschichte aus dem Finanzkrisenjahr 2009 von minus 5,7 Prozent knapp übertroffen. 2021 soll es zu einem Wachstum von 6,4 Prozent reichen. Die Arbeitslosenquote dürfte in diesem Jahr auf 5,9 Prozent steigen, 2021 aber auf 5,3 Prozent sinken.

"Die Stärke der Erholung wird aber maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Pandemie in Deutschland und dem Rest der Welt abhängen", räumte der Konjunkturchef des in Essen ansässigen Instituts für Wirtschaftsforschung, Torsten Schmidt ein.

10:36 Uhr

Kursrakete in London ist ... ein Zalando-Rivale

Aktien von Boohoo eilen von Rekordhoch zu Rekordhoch. Die Papiere steigen in London um zwischenzeitlich über elf Prozent auf 433,30 Pence. Damit sind sie so teuer wie noch nie. Ein Umsatzsprung von 45 Prozent im ersten Quartal macht den Zalando-Rivalen für das Gesamtjahr zuversichtlicher.

Die in Deutschland notierten Zalando-Papiere legen zuletzt gut zwei Prozent zu.

09:57 Uhr

Lufthansa-Krimi geht weiter - Titel in fester Zocker-Hand

Unter den Einzeltiteln stehen die Aktien der Lufthansa unverändert im Rampenlicht. Der Großaktionär Heinz Hermann Thiele hat seinen Anteil vor der entscheidenden außerordentlichen Hauptversammlung zum Staatseinstieg auf über 15 Prozent aufgestockt.

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Der Kurs zieht in der Spitze um 4,7 Prozent an und übernimmt damit die Führung im Dax. Thiele könne die Konditionen der Staatsbeteiligung aus Aktionärssicht möglicherweise verbessern, sagte ein Händler. Sein Anteil könnte ausreichen, um die Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlung (25. Juni 12 Uhr) zu blockieren. Thiele fürchte womöglich eine erhebliche Verwässerung der Anteile der Altaktionäre durch die Beteiligung des Bundes.

Als Kompromisslösung soll sich Thiele etwa eine indirekte Beteiligung der staatlichen KfW-Bank vorstellen, die sich politisch zurückhalte. Lufthansa - Dax-Gründungsmitglied - fliegt demnächst aus der ersten deutschen Börsenliga. Vom 22. Juni an werden die Titel im MDax der mittelgroßen Werte gelistet.

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09:44 Uhr

Tiefe Corona-Bremsspuren: Pkw-Absatz nochmals halbiert

Der Neuwagenverkauf in Europa hat sich im Mai nur minimal erholt: Nach dem Einbruch bei den Neuzulassungen im April um 76 Prozent ging die Zahl im Mai um rund 52 Prozent zurück.

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Das teilt der europäische Herstellerverband Acea mit. Analyst Peter Fuß von EY sieht allerdings eine "leicht positive Tendenz".

Neu zugelassen wurden im vergangenen Monat 581.161 Neuwagen, im Mai 2019 waren es noch über 1,2 Millionen. Besonders stark war der Einbruch in Spanien mit minus 73 Prozent.

Auf den anderen großen Märkten zeigten sich die Lockerungen der Beschränkungen: In Frankreich gingen die Neuzulassungen um 50 Prozent zurück, in Italien um knapp 50 Prozent, in Deutschland um 49,5 Prozent.

 

09:17 Uhr

Anleger zeigen starke Nerven: Dax steigt weiter

Entgegen den Erwartungen ist von Gewinnmitnahmen nach dem grünen Dienstag nichts zu spüren. Die Dax-Kurve zieht weiter nach oben.

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Der Dax startet 0,2 Prozent höher bei 12.344 Zählern.

Damit halten sich die Gewinne nach dem Kurssprung am Vortag aber auch in Grenzen. Mit Argusaugen verfolgen Börsianer die geopolitische Spannungen und die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Peking. Zudem hat die Corona-Pandemie die japanischen Exporte im Mai noch stärker belastet als ohnehin befürchtet.

Am Vortag war der Leitindex dank neuer Konjunkturprogramme in den USA und der Unterstützung durch Notenbanken kräftig gestiegen und hatte sich mit einem Plus von fast dreieinhalb Prozent wieder deutlich über der 12.000-Punkte-Marke etabliert. Der Korea-Konflikt nimmt derweil an Schärfe zu. Dazu kommen nun auch Spannungen erneute zwischen China und Indien.

Anleger an den asiatischen Börsen haben zuvor Kasse gemacht. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 22.455 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,4 Prozent ab. Auch in China gaben die Kurse nach. Weitere Coronavirus-Fälle in Peking stellten die Hoffnung der Anleger auf eine rasche wirtschaftliche Erholung auf die Probe, sagten Händler. "Eine ernsthafte zweite Welle von Fällen in den wichtigsten Industrieländern ist das größte Risiko, dem die Aktienmärkte ausgesetzt sind", sagte Shane Oliver, Leiter der Anlagestrategie beim Fondsmanager AMP Capital.

Guten Morgen, mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.

08:28 Uhr

Ölpreis Brent sinkt in Richtung 40-Dollar-Marke

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,33

Die Ölpreise stehen weiter unter Druck. Damit setzte sich die bereits im späten Handel am Dienstag eingesetzte Gegenbewegung nach den jüngsten Gewinnen fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 40,46 US-Dollar. Das sind 50 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 70 Cent auf 37,68 Dollar.

Zuletzt drückte wieder die anhaltende Furcht vor einer zweiten Corona-Welle auf die grundsätzlich positive Stimmung am Rohölmarkt. Nach dem Virus-Ausbruch auf einem Großmarkt in Peking wurde die chinesische Hauptstadt inzwischen teilweise abgeriegelt. Die Anleger fürchteten vor diesem Hintergrund, dass die Nachfrage nach Öl sinken könnte.

08:13 Uhr

Chefwechsel bei Hugo Boss - so reagieren die Anleger

Hugo Boss
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Der Modekonzern Hugo Boss bekommt mit Daniel Grieder einen neuen Chef – und die Anleger sind angetan. Die Aktien steigen bei Lang & Schwarz um 3,4 Prozent. Hoffnungsträger Grieder ist seit mehr als 30 Jahren in der Modebranche tätig, die meiste Zeit in verschiedenen Funktionen für die Marke Tommy Hilfiger.

Der Aufsichtsrat bestellte Grieder mit Wirkung zum 1. Juni 2021 für die Dauer von fünf Jahren zum Vorstandsvorsitzenden. Wie bereits bekannt scheidet Noch-Unternehmenschef Mark Langer zum 30. September 2020 aus dem Unternehmen aus. Finanzvorstand Yves Müller fungiert für die Übergangszeit vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. Mai 2021 als Sprecher des Vorstandes.

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Der 58-jährige Daniel Grieder wird am 1. Juni 2021 den Chefposten bei Hugo Boss übernehmen.

(Foto: dpa)

 

07:59 Uhr

Euro bleibt unter 1,13 Dollar

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Euro / US-Dollar 1,13

Der Eurokurs zeigt sich zur Wochenmitte beinahe regungslos. Die Gemeinschaftswährung wird am Morgen bei 1,1272 US-Dollar gehandelt und damit in etwa auf dem Niveau vom Dienstagabend.

Ein wieder gestärkter Dollar hatte den Euro bereits am Dienstagnachmittag spürbar unter die Marke von 1,13 Dollar gedrückt. Unerwartet gute Konjunkturdaten aus den USA hatten den Greenback gestützt, während erfreuliche Wirtschaftsnachrichten aus Deutschland kaum Beachtung fanden.

In den Blick rücken nun Daten zur Verbraucherpreisentwicklung in der Eurozone, die am späten Vormittag veröffentlicht werden. Am Nachmittag stehen dann Immobiliendaten aus den USA auf der Agenda.

07:40 Uhr

Nach Kurssprung am Vortag - das droht dem Dax heute

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Gewinnmitnahmen dürften dem deutschen Aktienmarkt heute zusetzen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Die Indikation von Lang & Schwarz sieht den Dax derzeit 0,2 Prozent tiefer bei 12.286 Punkten. Gestern war der deutsche Leitindex in der Hoffnung auf eine rasche Erholung der Wirtschaft 3,4 Prozent fester bei 12.316 Zählern aus dem Handel gegangen.

Für Gesprächsstoff dürfte Fed-Chef Jerome Powell sorgen, der sich am Abend weiter vor Abgeordneten des US-Kongresses äußert. Am ersten Tag der Anhörung sagte er, mit einer vollständigen Erholung der US-Wirtschaft sei erst dann zu rechnen, wenn die Bürger von der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie überzeugt seien. Insbesondere die Arbeitslosigkeit werde nur langsam sinken. Wahrscheinlich seien weitere Hilfen von Regierung und Notenbank nötig, um die Wirtschaft zu stützen.

In Deutschland steigt die Neuverschuldung wegen der Corona-Krise um 218 Milliarden Euro. Am Mittag nennt Finanzminister Olaf Scholz Details.

07:28 Uhr

Japans Exporte brechen immer massiver ein

Die Corona-Pandemie hat die japanischen Exporte im Mai noch stärker belastet als in den Vormonaten. Der Wert der Ausfuhren sank im Jahresvergleich um 28,3 Prozent auf 4,2 Billionen Yen (rund 35 Milliarden Euro), wie die japanische Regierung mitteilte. Damit beschleunigte sich der Rückgang bei den Exporten deutlich. Im März hatte das Minus bei den Ausfuhren noch knapp 12 Prozent betragen und im April knapp 22 Prozent.

Grund für den starken Einbruch war vor allem die Schwäche der US-Wirtschaft infolge der Restriktionen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Exporte in die Vereinigten Staaten, der größten Volkswirtschaft der Welt, gingen um etwas mehr als die Hälfte auf rund 588 Milliarden Yen zurück.

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Relativ stabil waren dagegen die Geschäfte der Exportunternehmen mit China. Hier sank der Wert der Ausfuhren lediglich um 1,9 Prozent auf 1,13 Billionen Yen.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

07:03 Uhr

Zweifel an Comeback nach Corona-Krise belasten Asiens Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte gönnen sich eine Pause vom gestrigen Höhenflug. Weitere Coronavirus-Fälle in Peking stellten das Vertrauen der Märkte in eine rasche wirtschaftliche Erholung auf die Probe, obwohl die Erholung der US-Einzelhandelsumsätze im Mai besser ausfiel als erwartet.

"Es gibt wenig Zweifel, dass die Weltwirtschaft im April den Tiefpunkt erreicht hat und im Mai und Juni Wachstumsraten auf Rekordniveau verzeichnen wird, was das BIP im dritten Quartal deutlich über den Tiefststand vom zweiten Quartal heben wird", schrieben die Ökonomen von JPMorgan. Allerdings sei das volle Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden infolge der Corona-Pandemie erst in einigen Monaten abschätzbar.

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst schwächer: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,7 Prozent tiefer bei 22.415 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,7 Prozent und liegt bei 1582 Punkten. Die Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 2,8 Prozent.

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Leichte Verluste in Asien - nach einem starken Börsen-Tag gestern.

(Foto: dpa)

 

06:30 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht