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Menschen sollen bis 2031 landen Südkorea schickt erstmals Sonde zum Mond

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Die Sonde gelangte an Bord einer Space-X-Rakete aus dem Hause Elon Musk ins All.

(Foto: dpa)

Mehr als 50 Jahre ist es her, dass Neil Armstrong als erster Mensch auf dem Mond wandelte. Zu den Nationen, die es den USA nachtun möchten, gehört auch Südkorea. Das Land startet nun eine Sonde, die auch einen Besuch des Trabanten erkunden soll.

Als Teil seiner Pläne für die Weltraumforschung hat Südkorea zum ersten Mal eine eigene Mondsonde ins All geschickt. Eine "Falcon-9"-Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk hob am Donnerstagabend planmäßig mit der Test-Mondsonde "Korea Pathfinder" an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. SpaceX übertrug den Start. Der Orbiter - auch "Danuri" genannt - soll nach einer Reise von viereinhalb Monaten durchs All den Mond umkreisen und von dort Daten von der Oberfläche des Erdtrabanten sammeln.

Das südkoreanische Wissenschaftsministerium bestätigte, dass der erste Kontakt mit dem Orbiter nach dem Start hergestellt worden sei. Später hieß es, "Danuri" sei erfolgreich in die geplante Flugbahn in Richtung seines Ziels eingeschwenkt. Der Orbiter ist so lange unterwegs, um Treibstoff zu sparen. Seine Energie erhält er durch Sonnenkollektoren. Zudem fliegt er nicht auf direktem Weg zum Mond. Am 16. Dezember soll er die geplante Umlaufbahn erreichen.

Das Projekt einschließlich der Entwicklung eines unbemannten Raumfahrtkörpers geht aus der Zusammenarbeit des Koreanischen Raumfahrt-Forschungsinstituts (Kari) mit anderen Instituten in Südkorea sowie der NASA hervor. Um die Forschungsaufgaben zu erfüllen, ist der Orbiter mit sechs Instrumenten einschließlich spezieller Kameras bestückt. Eine Aufgabe bestehe auch darin, mögliche Landeplätze auf dem Mond zu ergründen, sagte eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums. Ein Ziel im Rahmen der Pläne zur Weltraumforschung sei es, bis 2031 auch auf dem Mond zu landen. Ob es eine unbemannte Landung mit einem Roboter werden soll, sei bisher nicht spezifiziert worden.

USA wollen wieder hin, China ebenso

Südkorea verfolgt ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm. Im Juni hatte es nach eigenen Angaben erstmals erfolgreich Satelliten zur zivilen Nutzung mit einer selbst gebauten Trägerrakete in die Erdumlaufbahn befördert. Das Land gehört anders als Deutschland auch zu den Unterzeichnerstaaten des Artemis-Programms der NASA für die Zusammenarbeit im Weltraum. Geplant ist, Menschen mit einem vollständig wiederverwendbaren Start- und Landesystem zu Zielen wie dem Mond und dem Mars zu schicken. Bis 2025 sollen in diesem Rahmen wieder Astronauten auf dem Mond landen.

Auch China arbeitet daran, eigene Astronauten auf den Mond zu bringen. Mehrfach ist die Volksrepublik bereits mit Forschungsrobotern auf der Mondoberfläche gelandet und hat auch erfolgreich Mondgestein auf die Erde zurückgebracht. In den 2030er-Jahren, so heißt es in Berichten chinesischer Staatsmedien, soll in einem weiteren Schritt eine permanente Station auf dem Erdtrabanten entstehen. Die Forschungsstation könnte demnach gemeinsam mit Russland aufgebaut und betrieben werden.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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