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Nutzer spotten über Karten aus Cupertino: Apple lässt Kölner Dom verschwinden

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Berlin liegt in der Antarktis und …

Berlin liegt in der Antarktis und …

Berlin liegt in der Antarktis und …

… der Kölner Dom ist verschwunden.

Das sind nur zwei der Fehler, die Apples neues Kartenprogramm zu bieten hat.

Dabei war der Konzern bisher meist im Gespräch, weil er ein geniales neues Produkt vorstellte oder Fans in langen Schlangen darauf warteten.

Auch diesmal ist die Vorfreude auf das neue iPhone5 riesig.

Zumal die neue Version des Smartphone-Vorreiters mit dem neuen Betriebssystem iOS6 ausgestattet ist.

Allerdings ergießt sich kurz darauf eine Menge Hohn und Spott über das Unternehmen aus Cupertino.

Ausgerechnet Google kann sich dagegen freuen: Dass Apple das beliebte Kartenprogramm des Konkurrenten von seinen mobilen Geräten verbannt, erweist sich nun als Bumerang. Denn Apples eigene Anwendung, die auf Material des Navi-Anbieters Tomtom basiert, kann nicht mithalten.

Mittlerweile kursieren im Internet etliche Beispiele für Fehler des Programms.

Wenn man den gewünschten Ort überhaupt findet.

Verschwunden sind etwa die schwedische Metropole Göteborg oder …

… der österreichische Ort Fucking. "No more Fucking in Austria", beschwerte sich da ein Nutzer.

Ein Teil der philippinischen Insel Leyte verschwindet ebenfalls, wenn man herauszoomt, um dann beim weiteren Zoomen wie durch ein Wunder wieder zu erscheinen.

Den Deutschen Bundestag sucht man derweil besser in Schöneiche bei Berlin.

Und auch der Kölner Schlachtruf "Mer losse d’r Dom en Kölle" ist für Apple Geschichte: Keinen Hinweis gibt es auf das Weltkulturerbe. Aber ein U-Bahnhof ist sicherlich auch ganz nett anzuschauen.

Das thüringische Steinach dagegen befindet sich im - Nichts.

Hat man zumindest den Ort gefunden, wird man mitunter mit falsch geschriebenen Namen konfrontiert (eigentlich heißt die Florentiner Kathedrale Santa Maria del Fiore), …

… oder die Straßenbezeichnungen fehlen ganz.

Japanische Schriftzeichen dürften verwirrend sein, wenn man einen Platz in Rio de Janeiro sucht.

Ein Bahnhof in einem Park hat ohne Gleisanbindung auch nur bedingt Sinn.

Mitunter hapert es auch mit der Aktualität: Der Lehrter Stadtbahnhof in Berlin wurde 2002 abgerissen - dort entstand der neue Hauptbahnhof.

Dieses chinesische Restaurant gibt es auch schon seit Jahren nicht mehr, berichtet ein Apple-Nutzer. Für ein visionäres Technologieunternehmen ist solch fehlende Aktualität jedenfalls mehr als peinlich.

Auch mehrere Gewässer können die Apple-Nutzer nicht wiederfinden, obwohl sie sicher waren, dass sie existieren (links die Karte von Google Maps).

Andere Ortschaften werden dagegen ins Wasser verlegt …

… oder ins Landesinnere wie die kalifornische Stadt Monterey, die bisher immer an der Küste zu finden war.

Der Wiener Justizpalast wird kurzerhand umbenannt - ausgerechnet nach einer deutschen Stadt.

Warum diese Klinik für Frauen ein Zoo-Symbol verpasst bekommt, bleibt ebenfalls ein Rätsel.

Und die Bewohner dieser Jugendherberge auf einem Schiff haben hoffentlich Badehose und Bikini dabei.

Andererseits werden auch Straßen oder …

… Häuser ins Gelände verlegt.

Diese Straße, die unter der Haupttribüne des Estadio Vicente Calderón in Madrid verläuft, ist unglücklich dargestellt, …

… genau wie diese Straße, die sich geschickt dem Gelände anpasst, statt die Kluft zu überbrücken.

Überhaupt wird oftmals die verpixelte oder unscharfe Darstellung bemängelt.

Es wirkt schon reichlich eigenartig, wenn eine Kartenhälfte im Sommer aufgenommen wird, die andere aber im Winter.

Oder wenn die eine Seite schwarz-weiß und unscharf ist, die andere zwar bunt, dafür aber nicht mehr zu identifizieren.

Und auch die Darstellung in 3D hat so ihre Tücken.

Ein Teil Londons präsentiert sich hier in ganzer dreidimensionaler Pracht, eine Straße weiter werden die Häuser dagegen eingeebnet.

Tahitis Topographie dagegen erfährt eine gewisse Überhöhung.

Diese Brücke zwischen England und Wales sieht nicht wirklich vertrauenerweckend aus.

Gleiches gilt für diese sich kreuzenden Straßen.

Wer den Flughafen Jönköping anfliegt, sollte möglichst weich sitzen.

Das kolumbianische Bogota hat auch schon bessere Tage erlebt.

Und diese Fontäne sprudelt in der 3D-Darstellung auch nicht so richtig.

Auch wenn einige Nutzer die Darstellung in der Apple-Anwendung teilweise sogar besser finden als die von Google maps (r.), ...

... steht fest: Solche grafischen Patzer sind für ein auf Design spezialisiertes Unternehmen kein Ruhmesblatt.

Apple jedenfalls bittet die Nutzer um Geduld. Man verbessere das Kartenprogramm ständig, heißt es.

Das kann man nur hoffen, sonst verschwindet irgendwann die ganze Erde.

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