Technik

E-Book mal anders: Historische Bücher in 3D

Wertvolle Bücher, womöglich handillustriert und mit goldbesetztem Einband ausgestattet, bekommt ein Bibliotheksbesucher allenfalls hinter Glas präsentiert. Darin zu lesen ist ausgeschlossen. Eine neue 3D-Technik könnte das ändern.

Alte Bücher bleiben meist verwahrt in Archiven und hinter Glasvitrinen - undenkbar, dass Interessierte in den wertvollen Drucken blättern. Auf der Cebit hat das Fraunhofer Institut nun eine neue 3D-Technik vorgestellt, die historische Bücher für jedermann erfahrbar macht. Nutzer können sich die Bücher vor einem großen Bildschirm anschauen und sie mit Handbewegungen drehen, vergrößern und die einzelnen Seiten wenden. Möglich macht das eine Kamera, die Bewegungen der Nutzer nachvollzieht.

"Ich glaube, unser ältestes Buch, das wir bisher digitalisiert haben, ist über tausend Jahre alt", sagte der Projektleiter Paul Chojecki. Die Bücher wurden in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsarchiv in München gescannt.

In einem zweiten Schritt will Chojecki die digitalen Bücher aufwerten. Denkbar sei eine Suchfunktion oder eine "Simultanübersetzung, falls Sie zum Beispiel kein Latein sprechen". Das Fraunhofer Institut will mit dem 3D-Simulator nicht nur Archive, sondern auch Buchhandlungen ansprechen. So könnten Kunden künftig auch in ausverkauften oder noch nicht im Handel erschienen Büchern stöbern.

Quelle: n-tv.de