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Die ewige Nummer Acht 50 Jahre Skoda Octavia

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Zur Octavia-Familie gehören unter anderem: Der RS Kombi, ...

Die Nummer Eins ist begehrt. Und wenn es mal nicht zum ersten Platz reicht, geht auch die Zwei noch als ordentliches Ergebnis durch. Wohl kaum jemand würde aber auf die Idee kommen, die Acht zum Markenzeichen zu machen - bis auf eine tschechische Automarke: Skoda gab einst dem nächsten Modell einen Namen, der auf dem lateinische "Octo" für Acht beruht. Entstanden ist daraus der Octavia, der vor 50 Jahren auf dem Markt erschien.

Grundsätzlich allerdings hatte man es bei Skoda nicht so mit innovativer Namensgebung. Denn während andere, vor allem westliche Hersteller ihre Modelle zu Kapitänen oder Isabellas machten, beschränkte man sich in Mladá Boleslav auf Simpleres - zum Beispiel die Zahl 440. Die Zahlenfolge zeigte allerdings deutlich, was sich unter der Motorhaube verbarg: ein Vier-Zylinder-Motor mit 40 PS.

Ab 1957 rollte der Skoda 445 an

So war auch klar, was es mit dem Modell auf sich hatte, das ab 1957 das Programm erweiterte. Das rollte als Skoda 445 an - bei der Auswahl der Bezeichnung orientierte man sich am bekannten Prinzip: Der 445 hatte einfach fünf Pferdestärken mehr als der 440.

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... die Limousine ...

Westliche Hersteller konnten ihre Modellpalette runderneuern, den Autos neue Designs oder frische technische Merkmale verpassen. Für Skoda galten dagegen strenge politische Vorgaben. Dazu gehörte auch das 80-Prozent-Prinzip. Demnach mussten bei einem neuen Modell 80 Prozent der Teile des Vorgängers verwendet werden.

Die Folgen sind leicht nachzuvollziehen: Hatte man für ein kommendes Auto technische Innovationen eingeplant, konnte man die Form der Karosserie nicht auch noch ändern. Wollte man ein frisches Design, musste überwiegend bekannte Technik zum Einsatz kommen.

Das achte Pkw-Modell nach dem Zweiten Weltkrieg

Das galt auch, als Skoda auf die Idee kam, es doch einmal mit einer anderen Namensgebung zu versuchen. Als der Octavia 1959 erschien, trug er zwar einen recht klangvollen Namen. Die Idee dahinter beruhte jedoch weiterhin auf einem nachvollziehbaren Prinzip: Dass man als Grundgerüst das lateinische Octo für Acht gewählt hatte, lag einfach daran, dass der Neue das achte Pkw-Modell der Marke nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war.

Die Vorgaben sorgten dafür, dass der Octavia als enger Verwandter von 440 und 445 zu erkennen war. Diesmal hatten sich die Entwickler auf technischer Seite etwas einfallen lassen: Der Octavia fuhr mit einer modernen Vorderachse samt Einzelradaufhängung. Und weil man sich schon um die Namensfindung gekümmert hatte, gab es noch etwas Neues im Skoda-Programm: ein Modell namens Felicia. Dabei handelte es sich um ein Cabriolet. Weil dafür aber die 80-Prozent-Regelung ebenfalls galt, basierte die Felicia nicht nur auf dem aktuellen Octavia, sondern war auch ein Nachfolger des optisch nahezu identischen Cabriolets auf Basis des 440.

Ab 1961: Sportmodell

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... und der Scout.

Dass der Spaß am Fahren auch in Europas Osten ein Thema war, zeigte sich mit einer weiteren Abwandlung des Octavia, die 1961 auf den Markt kam: Mit der Zusatzbezeichnung 1200 TS wurde der Octavia zum Sportmodell. Der Motor leistete mit zwei Vergasern 55 PS - und der Wagen fuhr sogar bei der Rallye Monte Carlo erfolgreich mit. Zum Massenmobil für das Volk wurde der TS allerdings nicht - gerade einmal 2273 Autos fanden bis 1964 einen Käufer.

Wesentlich erfolgreicher schnitt die Kombiversion des Octavia ab, die es ab 1961 gab. 54.086 dieser Autos wurden gebaut. Der Kombi war auch die Variante, die am längsten in den Preislisten stand. Insgesamt verkaufte sich der Octavia mit 229 531 Exemplaren zwar gut, ein moderner Nachfolger stand allerdings schon bald bereit: Die Ablösung erfolgte 1964 durch das Modell 1000 MB.

Erste Plätze für die Acht

Den Octavia-Kombi baute Skoda noch bis 1970 weiter - so ganz mochte man sich von dem Namen wohl nicht trennen. Auch wenn damals noch niemand ahnen konnte, dass die wirkliche Erfolgszeit des Octavia erst mit der Wiederbelebung der Bezeichnung in den 90er Jahren beginnen sollte. Seitdem ist klar, dass auch der Achte irgendwann einmal gut für erste Plätze in der Zulassungsstatistik sein kann.

Quelle: n-tv.de, Heiko Haupt, dpa