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Mit zwei Modellen startet die neue Marke "BMW i" ab 2013. Der i3 wird ein reines Elektrofahrzeug, während der i8 ein Hybrid-Sportwagen ist.
Mit zwei Modellen startet die neue Marke "BMW i" ab 2013. Der i3 wird ein reines Elektrofahrzeug, während der i8 ein Hybrid-Sportwagen ist.(Foto: eb.andriuolo)
Montag, 21. Februar 2011

Neue Marke für Elektromobilität: "BMW i" bündelt Nachhaltigkeit

Der Autobauer BMW bündelt seine Aktivitäten in Sachen Elektromobilität und nachhaltigen Automobilen unter dem Dach einer neuen Marke. "BMW i" bekommt ein eigenes Logo, eine Menge Geld mit auf den Weg und wird in zwei Jahren die ersten beiden Modelle auf den Markt bringen.

Das Geheimnis ist gelüftet: Der weltgrößte Premiumhersteller BMW wird seine Elektroautos unter der Submarke "BMW i" ins Rennen schicken. Zunächst wird es zwei Modelle geben: Den BMW i3 - als Megacity Vehicle bekannt geworden - und den i8, einen Sport-Hybriden, der auf der spektakulären Konzeptstudie Vision EfficientDynamics basiert, die die Münchener auf der IAA 2009 vorgestellt hatten.

Das Design der ersten beiden "i"-Fahrzeuge wird noch geheim gehalten. Nur kleine Details zeigten die Münchner.
Das Design der ersten beiden "i"-Fahrzeuge wird noch geheim gehalten. Nur kleine Details zeigten die Münchner.(Foto: eb.andriuolo)

"Wir bauen bei BMW i auf den Erfolg und die Stärke unserer Kernmarke auf", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. BMW hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass die Elektroautos - ähnlich der Sportserie "M" - eine Submarke von BMW werden sollen, den Namen aber stets geheim gehalten. Sowohl das emissionsfreie Stadtauto i3 als auch der i8 sollen ab 2013 in Leipzig vom Band rollen. Um den sächsischen Standort dafür fit zu machen, will BMW insgesamt 400 Millionen Euro in das Werk stecken. Der Ausbau startete Ende vergangenen Jahres. Insgesamt sollen durch die Investitionen rund 800 neue Arbeitsplätze entstehen.

BMW i8 Als Vorzeigeprojekt

BMW hatte im Jahr 2007 seine Aktivitäten rund um elektrisches Fahren und urbane Mobilitätslösungen im "project i" gebündelt. Das Megacity Vehicle ist das Ergebnis dieses Projekts, das als eines der bestgehüteten Geheimnisse des DAX-Konzerns galt. Der i3 und der i8 sind wichtige Eckpfeiler in den Plänen der Münchener, im Bereich alternativer Antriebe zu wachsen und den rigideren Emissionsvorschriften der Zukunft Rechnung zu tragen.

Der BMW i8 gilt dabei als technologisches Vorzeigeprojekt - ein Supersportwagen mit den Abgaswerten eines Kleinwagens. BMW hatte die futuristische Vollhybrid-Studie der Weltöffentlichkeit 2009 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt präsentiert. Trotz der mehr als 350 PS verbraucht das viersitzige Coupé nach Unternehmensangaben weniger als vier Liter Diesel auf 100 Kilometern und emittiert nur 99 Gramm umweltschädliches Kohlendioxid.

Alu und Kohlenstoff für die Karosserien

Als Batterie-Lieferanten für die Elektroauto-Projekte hatte BMW im Sommer 2009 SB LiMotive, ein Joint Venture von Bosch und Samsung, ausgewählt. Die Batterietechnik gilt als eine der größten Herausforderungen auf dem Gebiet der Elektromobilität. Schließlich ist die Batterie nicht nur für die Leistungsfähigkeit strombetriebener Fahrzeuge verantwortlich, sondern - und das ist wohl noch wichtiger - auch für deren Reichweite.

Neues Logo für eine neue Marke: Die Farbe Blau soll bei BMW künftig für nachhaltige Mobilität stehen.
Neues Logo für eine neue Marke: Die Farbe Blau soll bei BMW künftig für nachhaltige Mobilität stehen.(Foto: eb.andriuolo)

Eine bedeutende Rolle spielt bei Elektroautos auch der Faktor Leichtbau, da das Gewicht neben der Batteriekapazität die zweite reichweitenlimitierende Größe ist. Der Antriebsstrang bei Elektro-Fahrzeugen ist deutlich schwerer als bei Autos mit Verbrennungsmotoren. Dieser Problematik begegnen viele Hersteller mit dem konsequenten Einsatz leichterer Materialien. So auch BMW: Das Chassis des i3 und des i8 besteht aus Aluminium, die Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Die Münchener wollen dadurch das für Elektrofahrzeuge typische Mehrgewicht von 250 bis 350 Kilogramm vollständig kompensieren.

Millionen-Investitionen in Kohlenstoff

BMW kooperiert bei leichten, hitze- und korrosionsbeständigen Kohlenstofffasern mit SGL Carbon und gründete mit dem Wiesbadener Spezialisten im Frühjahr 2009 das Gemeinschaftsunternehmen SGL Automotive Carbon Fibers. Aktuell wird ein gemeinsames Carbonfaserwerk in Moses Lake im US-Bundesstaat Washington gebaut, in das beide Unternehmen insgesamt 100 Millionen US-Dollar investieren. Zudem steckte BMW zuletzt weitere Millionen in die Werke in Landshut und Wackersdorf, wo künftig Kohlefaserplatten hergestellt werden, die dann zu Karrosserieteilen für die Elektroautos weiterverarbeitet werden.

Inklusive der Komponentenfertigung investieren BMW und das Carbonfaser-Joint-Venture mit SGL insgesamt rund 530 Mio EUR in das Elektroauto-Projekt. In Summe entstehen so mehr als 1000 Arbeitsplätze.

Zusätzlich wird BMW Geld in die Hand nehmen, um das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen zu erweitern. Über die neu gegründete und mit bis zu 100 Millionen US-Dollar ausgestattete Beteiligungsgesellschaft "BMW i Ventures" will sich der Konzern bei Unternehmen einkaufen, die in diesem Bereich aktiv sind. Der Sitz des neuen Unternehmens wird in New York sein. Im Fokus werden nach Unternehmensangaben unter anderem Lösungen zur besseren Nutzung vorhandenen Parkraums, intelligente Navigationssysteme sowie Carsharing stehen.

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Quelle: n-tv.de

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