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Immer mehr Frauen sagen, wo beim Autokauf der Hase lang läuft.
Immer mehr Frauen sagen, wo beim Autokauf der Hase lang läuft.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 16. August 2013

Studie ermittelt Trends: Beflügeln Frauen den Automarkt?

In der Regel überraschen Studien nicht mit bahnbrechenden Erkenntnissen. Vielmehr bestätigen sie Bekanntes. Doch manchmal gibt es doch das eine Ah oder Oh. Oder wussten Sie, dass inzwischen mehr Frauen als Männer neue Autos kaufen wollen? Und wenn ja, welche?

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Dass Kombis die bevorzugte Karosserieform von Autos in Deutschland bilden, überrascht nicht sonderlich. Auch nicht, dass seit zehn Jahren erstmals die Limousine nicht mehr in der Käufergunst ganz oben steht. Interessanter ist da schon, dass trotz der angeblich schlechten wirtschaftlichen Situation Autofahrer immer noch in Kauflaune sind. Ein Viertel von ihnen plant in den kommenden anderthalb Jahren die Anschaffung eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Mineralölkonzerns Aral unter mehr als 1000 Führerscheinbesitzern.

Kleinwagen weiter im Kommen

Der neue Favorit ist mit 28 Prozent der Kombi. Wobei die Farbe dezent Schwarz oder Silber ist. Bei 54 Prozent wird der dann von einem Benziner befeuert, bei 31 Prozent von einem Diesel. Auch das Interesse an Kleinwagen ist deutlich gestiegen. Wollten vor zwei Jahren nur 17 Prozent einen Stadtflitzer, sind es jetzt fast zehn Prozent mehr. Einbußen gab es bei Mini-Vans, SUVs und Cabrios. Von den Befragten planen 26 Prozent in den nächsten 18 Monaten den Kauf eines Neu-, Jahres- oder Gebrauchtwagens. Dabei ist vor allem die Kauflust bei den Frauen gestiegen. Waren es vor zwei Jahren nur 23 Prozent, die eine Neuanschaffung ins Auge fassten, sind es jetzt 26 Prozent. Überraschenderweise sank bei den Männern das Interesse an einem neuen Auto von 28 auf 26 Prozent.

Auch die Lust am Neuwagen ist gesunken. Lediglich neun Prozent der befragten wollen ein neues Auto kaufen. Sieben Prozent liebäugeln mit einem Jahreswagen. Eindeutiger Gewinner sind die Gebrauchtwagen. Wollten bei der letzten Befragung noch sechs Prozent auf ein solches Fahrzeug zurückgreifen, sind es jetzt acht Prozent.

Kein Interesse an Japanern

Für viele Käufer muss es kein Neuwagen sein. Immer mehr setzen auf Gebrauchte.
Für viele Käufer muss es kein Neuwagen sein. Immer mehr setzen auf Gebrauchte.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Geht es um die Frage nach der Marke, ist die Mehrheit der Käuferschaft sich, egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen, seit zehn Jahren sicher: Es muss ein  Volkswagen sein. 18 Prozent der Befragten wollen sich einen Wolfsburger anschaffen. Hinter dem Branchenprimus befindet sich auf Platz zwei mit acht Prozentpunkten Rückstand Opel, und das erstaunt angesichts der Absatzzahlen schon.

Auf dem dritten Platz folgt mit Ford ein weiterer Volumenhersteller, dessen Absatz in den letzten Jahren in Deutschland eher mäßig war. Für die deutschen Edelmarken Audi, BMW und Mercedes wollen sich jeweils sieben Prozent entscheiden. Die Verlierer in der Käufergunst sind japanische Importeure: Planten vor zwei Jahren noch 16 Prozent die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs, sind jetzt nur noch neun Prozent daran interessiert.

Elektromobile und Car-Sharing bleiben Nische

Die Akzeptanz für ein Elektroauto ist unter den potentiellen Autokäufern nicht besonders hoch. Nur 27 Prozent der Umfrageteilnehmer könnten sich überhaupt vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Eine Barriere ist nach wie vor die Mindestreichweite, denn nur elf Prozent geben sich mit einem Aktionsradius von 150 Kilometern oder weniger zufrieden. Fast die Hälfte der Befragten erwartet mindestens 350 Kilometer.

Ein weiteres Konzept, das noch in den Kinderschuhen steckt, ist Car-Sharing. Zwar ist die gesellschaftliche Nutzung von Autos mittlerweile weitgehend bekannt, wird aber überwiegend als Nischenprodukt wahrgenommen. Immerhin 76 Prozent gaben an, Car-Sharing zu kennen. Nur acht Prozent haben sich jedoch ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt, von ihnen finden 20 Prozent das Konzept der Anmietung eines Autos für kurze Nutzungszeiten attraktiv.

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Quelle: n-tv.de