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Pünktlich zu den Ferien Benzin wird teurer

Pünktlich zu den Osterferien steigen die Benzinpreise. Gut eine Woche vor den Feiertagen erreichten sie nun den höchsten Stand des Jahres. Für einen Liter Normalbenzin müssen Autofahrer im Durchschnitt zum Beispiel bei Aral 1,11 Euro bezahlen, für die meistgetankte Benzinsorte Super 1,13 Euro.

Das sind fünf bis sechs Cent mehr als zu Beginn des Jahres, aber drei Cent weniger als vor dem Beginn des Irak-Krieges 2003. Diesel kostet 91 Cent je Liter. Während der ADAC den Ölkonzernen Preistreiberei vorwarf und vor weiteren Preisanhebungen warnte, verwiesen die Ölfirmen auf historische Höchststände am Rotterdamer Markt.

"Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen liegen schon derzeit deutlich zu hoch", hieß es am Mittwoch bereits in der Mitteilung des ADAC. "Dennoch ist zu befürchten, dass die Mineralölkonzerne mit Beginn der Osterreisewelle noch einmal zusätzlich aufschlagen werden." Der Automobilclub empfiehlt den Autofahrern, teuren Anbietern ein Schnippchen zu schlagen und im preiswerteren Ausland zu tanken oder zu warten, bis sie auf ein relativ günstiges Angebot stoßen.

Dagegen sagten Sprecher der Mineralölkonzerne, der Wettbewerb auf dem deutschen Markt sei unvermindert sehr hart. So habe es in den 14 Wochen des laufenden Jahres bereits 26 Preiserhöhungen durch die Unternehmen gegeben, das sind fast zwei pro Woche. Gleichzeitig würden die Preise an tausenden von Tankstellen täglich gesenkt, zum Teil sogar zwei Mal am Tag. Die häufigen Preisbewegungen machten die Intensität des Wettbewerbs deutlich.

"Die aktuellen Preise haben mit Ostern nichts zu tun, wohl aber mit unseren Einkaufspreisen am europäischen Ölmarkt in Rotterdam", sagte Karl-Heinz Schult-Bornemann von ExxonMobil (Esso). Dort koste eine Tonne Benzin mit 374 Dollar so viel wie noch nie. Zu Jahresbeginn waren es 298 Dollar je Tonne. "Wenn der Euro nicht relativ stark wäre, müssten die Autofahrer noch mehr für das Benzin bezahlen." Der Benzinpreis sei noch stärker gestiegen als der Preis für das Rohöl, weil es eine starke Nachfrage nach Benzin aus den USA gäbe. Rohöl notiert kontinuierlich über 30 Dollar je Barrel für die Nordseesorte Brent und kostete in der Spitze mehr als 34 Dollar.

Quelle: n-tv.de