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Winterreifen im Test China-Importe fallen durch

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Nicht jeder Winterreifen hält, was die meist vollmundigen Namen versprechen.

(Foto: picture-alliance/ ZB)

Billig kann gefährlich sein, so das Ergebnis des Winterreifentests des ADAC. Die Produkte chinesischer Hersteller bekamen gleich drei mal die Note mangelhaft. Ordentlich schlugen sich hingegen die zwei getesteten Ganzjahresreifen.

Die schlechte Nachricht ist, dass kein einziger der 28 geprüften Reifen die Note "sehr gut" bekommen hat. Ansonsten ist das Ergebnis des ADAC-Winterreifentest recht positiv. 15 Reifen der Dimension 225/45 R17 und 18 Pneus der Dimension 185/65 R15 hat der Automobilclub unter die Lupe genommen. In jeder der beiden Kategorien gab es drei Reifen, die die Wertung "gut" erreicht haben. Erschreckend allerdings auch, dass sich zwei 225er-Reifen und ein 185er das Ergebnis "mangelhaft" eingehandelt haben. Alle drei sind Importprodukte aus China. Insbesondere auf nasser Strecke haben sie ganz schwach abgeschnitten.

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Testergebnisse der Reifen mit der Dimension 185/65 R15. (Für Großansich bitte anklicken)

Bei den 185er-Reifen haben die Produkte SP Winter Sport 3D MO von Dunlop, Goodyear UltraGrip 7+ und Esa-Tecar Super Grip 7 ein "gut" geholt. Alle drei erzielten ein sehr ausgewogenes Ergebnis in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen. Die Konkurrenz dahinter leistete sich vor allem bei nassen Bedingungen Schwächen. Die meiste Zeit des Winters werden die Pneus allerdings auf nassem Asphalt bewegt.

Ganzjahresreifen schneiden gut ab

Erfreulich ist, dass sich nur zwei Reifen bei Eis und Schnee Ausrutscher leisteten. Dazu zählen der Kumho l'ZEN KW23 und der China-Import Star Performer Winter. Letzterer fiel aber vor allem wegen eines katastrophalen Ergebnisses bei Nässe durch. Im Vergleich zum Klassenbesten benötigte der China-Pneu beim Bremsen bei 100 Stundenkilometer auf nasser Straße 18 Meter mehr Strecke, um das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen.

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Beim Verschleiß schnitt der China-Import gut ab, bei Verbrauch dominierte der Sieger-Reifen von Michelin.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ordentlich schlugen sich die in der 185er-Kategorie angetretenen Ganzjahresreifen. Der Goodyear Vector 4 Season und der Vredestein Quatrac 3 waren zwar nicht die Besten auf Eis und Schnee, aber im Mittel "befriedigend". Während der Goodyear Bestwerte beim Verschleiß erzielte, fiel der Vredestein durch den höchsten Verbrauch negativ auf. Für Großstädter, die auch im Winter nur selten mit Schnee und Eis konfrontiert werden, sind diese Pneus eine Überlegung wert.

Bremsweg bei Nässe um 22 Meter länger

Bei den größeren Gummis der Dimension 225 schafften es drei Reifen auf ein "gut" in der Gesamtwertung. Auch hier zeigten sich Michelin Alpin A4, Continental ContiWinterContact TS830P und Dunlop SP Winter Sport 3D als besonders ausgewogene Reifen. Der Michelin holte sogar einen Bestwert beim Verbrauch, während das Continental-Produkt durch die beste Leistung auf Schnee auffiel. Der Alpin A4 von Michelin war allerdings auch der teuerste Reifen im Feld.

Ebenso wie bei den kleineren Reifen stehen auch hier zwei Produkte aus Fernost am Ende der Tabelle. Der Interstate Winter IWT-2 und Westlake SW 601 Snowmaster fielen beide durch ganz schwaches Abschneiden bei nassen Bedingungen auf. Der Bremsweg des Westlake war bei 100 km/h um 22 Meter länger als beim Klassenprimus. Beide entwickelten zudem eine recht laute Geräuschkulisse. Ein gutes Bild gab der Interstate lediglich beim Verschleiß ab. Der Westlake-Reifen holte die Bestwertung beim Kraftstoffverbrauch.

Quelle: ntv.de