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Sind die Akkus leer, springt die Brennstoffzelle an.
Sind die Akkus leer, springt die Brennstoffzelle an.
Mittwoch, 27. Oktober 2010

Neue Volvo-Entwicklung: Das Elektroauto, das Benzin tankt

Volvo arbeitet an einem Elektroauto, das Benzin tanken soll. Was zunächst widersinnig klingt, macht durchaus Sinn. Neben den Akkus soll eine Brennstoffzelle an Bord sein, die Strom durch Benzin erzeugt.

Ohne Stromtankstelle kommen Elektroautos nicht weit. Volvo hat eine Lösung parat: Die Schweden arbeiten an einem E-Mobil, das Benzin tankt. Bereits 2012 sollen die ersten Testfahrzeuge auf Basis des kompakten Volvo C30 unterwegs sein.

Was zunächst widersinnig klingt, macht durchaus Sinn. Der schwedische Stromer hat neben konventionellen Akkus eine Brennstoffzelle an Bord, die Strom erzeugen kann. Allerdings wird für ihren Betrieb nicht wie gewohnt Wasserstoff getankt, sondern normales Benzin oder Bio-Sprit.

Deutlich geringere CO2-Emissionen

In einem der eigentlichen Brennstoffzelle vorgeschalteten Reformer wird der konventionelle Kraftstoff zunächst in unter anderem CO2 und Wasserstoff zerlegt. Anschließend gewinnt eine Brennstoffzelle aus letzterem Strom, der bei leerem Akku zum Betrieb des Wagens genutzt werden kann. Ganz schadstofffrei wie beim Wasserstoffantrieb geht das zwar nicht vonstatten, die CO2-Emissionen sollen aber deutlich geringer sein als bei Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor. Kohlenmonoxid und Stickoxide und giftige Schwefelverbindungen entstehen laut Hersteller überhaupt nicht.

Die neue Technik soll eine deutliche größere Reichweite erlauben. Sobald die an der Steckdose aufgeladenen Akkus leer sind, springt die Brennstoffzelle für weitere 250 Kilometer Fahrt ein. Und bei leerem Tank reicht eine konventionelle Zapfsäule – ein flächendeckendes Strom-Ladestations-Netz wäre nicht mehr nötig.

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Quelle: n-tv.de