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Der Falcon F7 vereint alle Tugenden, die man von einem echten Sportwagen erwartet: riesiger Hubraum, gigantische Pferdestärken und eine berauschende Endgeschwindigkeit.
Der Falcon F7 vereint alle Tugenden, die man von einem echten Sportwagen erwartet: riesiger Hubraum, gigantische Pferdestärken und eine berauschende Endgeschwindigkeit.
Donnerstag, 12. Januar 2012

Sport-Bolide zum Abheben: Falcon verleiht F7 Flügel

von Holger Preiss

Die Automesse in Detroit präsentiert sich sportlich. Dennoch hat es eine sehr kleine Firma geschafft, mit ihrem Auto alle Blicke auf sich zu ziehen. Falcon präsentiert mit dem F7 einen wahren Star in Sachen Sportlichkeit.

Auch im Innenraum präsentiert sich der Falcon knallhart und spartanisch sportlich.
Auch im Innenraum präsentiert sich der Falcon knallhart und spartanisch sportlich.(Foto: REUTERS)

Es ist Unsinn zu glauben, dass Freunde der rasanten Fahrt in den USA leidenschaftlich ihren Geschwindigkeitsrausch ausleben können. Zu rigide ist das Strafmaß der Polizei gegen Raser. Dennoch ist die Gemeinde der Freunde schneller Sportflitzer groß. Allerdings gehen denen allmählich die auf ihre Wünsche zugeschnittenen Fahrzeuge aus. Ford hat den Mustang in Rente geschickt, über einen neuen Dodge Viper darf nur gemunkelt werden und die seit Jahren über US-amerikanische Straßen bollernde Corvette hat Staub angesetzt.

Insofern verwundert es nicht, dass in Detroit bei Medien und Besuchern ein Auto ganz besonders in den Fokus rückt. Die Rede ist vom F7, einem Supersportwagen, der künftig alles, was nicht bei drei von der Straße rollt, in eine dunkle Staubwolke hüllen wird. Die Firma Falcon, die im Örtchen Holly im US-Bundesstaat Michigan beheimatet ist, trat bislang vor allem als Rennteam in Erscheinung und als Hersteller von Body-Kits für den Dodge Viper. Jetzt haben sich die Tüftler den Segen der US-Behörden geholt und sind offiziell als Autohersteller registriert.

620 PS verleihen dem Falcon Flügel

Die Rückleuchten hat der Falcon, so wie den Motor, von der Corvette geerbt.
Die Rückleuchten hat der Falcon, so wie den Motor, von der Corvette geerbt.

Aus superleichtem Karbon strahlt auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit der Falcon F7. Extrem scharfkantig gezeichnet, zeigt sich das Coupé, seinen technischen Werten entsprechend, aggressiv und selbstbewusst. Im Heck wummert der auch in der Corvette verbaute V8-Motor mit sieben Liter Hubraum und sagenhaften 620 PS.

Bringt der Fahrer alle Pferdchen zum Laufen, fliegt der kaum 1000 Kilogramm schwere Falke in nur vier Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht am Ende eine Spitzengeschwindigkeit von fast 320 km/h. Mit diesen Werten reiht sich der Falcon F7 nahtlos in die Phalanx von Ferrari F430 oder Lamborghini Gallardo LP 560-4 ein.

In diesem Revier dürfte der F7 auch wildern wollen. Trotz der erstaunlichen Leistungsparameter geht der Extremsportler mit einem echten Kampfpreis an den Start. Das über mehrere Monate in Handarbeit gefertigte Endstück soll kaum mehr als 225.000 Dollar, umgerechnet rund 176.000 Euro, kosten. Ziel ist es zehn Modelle im Jahr abzusetzen. Angesichts der Tatsache, dass das Ausstellungsstück in Detroit schon vor der Messe verkauft war, scheint das ein durchaus umsetzbarer Vorsatz zu sein.

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Quelle: n-tv.de