Auto

Neues Modell für Rüsselsheim GM liebt Opel wieder

45843474.jpg

Die neue Chefin von General Motors, Mary Barra, stellt sich hinter Opel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit Jahren scheint Opel die ungeliebte Tochter der Übermutter General Motors. Jetzt, da Mary Barra das Ruder in Detroit übernommen hat, gibt es nicht nur einen Sinneswandel, sondern auch ein neues Modell für Rüsselsheim.

Es klingt nach den Misstönen der letzten Jahre fast wie ein Wunder: Die neue Chefin von General Motors, Mary Barra, bekennt sich erneut öffentlich zu Rüsselsheim. Opel sei ein wichtiger Teil von GM und habe im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht, sagte Barra, die auf ihrer ersten Auslandsreise in ihrer neuen Funktion in Rüsselsheim Halt machte.

Neues Modell für Rüsselsheim

GM
General Motors (GM) 37,00

Es sei kein Zufall, dass sie zuerst zu Opel nach Rüsselsheim gekommen sei, erklärte Barra im Adam-Opel-Haus. Schließlich sei die Marke mit dem Blitz eine der größten im Konzernverbund und in Europa. Und Deutschland sei das Rückgrat von Opel. Und deshalb solle künftig im Werk Rüsselsheim ein weiteres Automodell produziert werden, so GM-Chefin Barra. Den Namen des Modells wollte sie aus Wettbewerbsgründen aber noch nicht nennen.

Bei Opel zeigte man sich erfreut. Das ist ein klares Zeichen, sagte Opel-Chef Thomas Neumann. Barra unterstrich das Bekenntnis der Mutter zur Tochter: Bis 2016 wolle GM vier Milliarden Euro in Deutschland und Europa investieren, damit Opel an seinen Vorgaben festhalten könne. 23 neue Produkte und 13 neue Motoren sollen bis dahin auf den Markt kommen, sagte Barra.

Spätestens 2016 schwarze Zahlen

Mit Milliardeninvestitionen und harten Sparmaßnahmen will die Marke mit dem Blitz spätestens im übernächsten Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Opel ist seit Jahren defizitär und hat alleine seit der Jahrtausendwende ein zweistelliges Milliarden-Minus geschrieben. Im vergangenen Jahr gelang es Opel dank erfolgreicher neuer Modelle erstmal seit fast anderthalb Jahrzehnten, auf dem Kernmarkt in Europa keine Marktanteile zu verlieren. Auch die Verluste schrumpften im Laufe des vergangenen Jahres, weil die Restrukturierung zu greifen scheint. Vergangenes  Jahr verkaufte Opel nach eigenen Angaben 1,06 Millionen Autos - so viele wie im Vorjahr.

Barra sagte, sie sei mit den Fortschritten der jüngsten Vergangenheit sehr zufrieden. Die Frau, die das Zepter bei GM erst Mitte des Monats von Dan Akerson übernommen hatte, sitzt seit etwa zwei Jahren im Aufsichtsrat von Opel und kennt die Marke und ihre Probleme. GM und Opel arbeiteten so gut zusammen wie nie, sagte sie. Opel habe die volle Rückendeckung von GM und die Amerikaner könnten sich auf die Tochter verlassen.

Quelle: n-tv.de, hpr/AFP/DJ

Mehr zum Thema