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1,5 Millionen Autos betroffen General Motors startet Massenrückruf

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(Foto: REUTERS)

General Motors will kein Risiko mehr eingehen. Nachdem der Hersteller im Verdacht steht, einen Rückruf verschleppt zu haben und damit für Unfalltote verantwortlich zu sein, beordert Firmenchefin Mary Barra weitere Modelle in die Werkstätten.

Nach harscher Kritik über den Umgang mit gefährlichen Mängeln beordert der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) in den USA weitere gut 1,5 Millionen Wagen in die Werkstätten. "Ich habe unser Team angewiesen, die Bemühungen bei unseren laufenden Produktüberprüfungen zu verstärken", sagte GM-Chefin Mary Barra und versprach rasche Lösungen.

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General Motors (GM) 37,05

GM steht im Verdacht, einen Rückruf wegen defekter Zündschlösser ein Jahrzehnt lang verschleppt zu haben. Bei mehr als 1,6 Millionen Wagen weltweit droht der Zündschlüssel während der Fahrt in die "Aus"-Position zurückzuspringen. Das schaltet in der Regel nicht nur den Motor ab, sondern auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags. Der Autobauer selbst bringt zwölf Unfalltote mit dem Defekt in Verbindung, Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

Die Detroiter starteten nun drei neue Rückrufe. Bei 1,18 Millionen Geländewagen können die Airbags und Gurtstraffer ausfallen. Bei 303.000 Transportern gibt es Materialprobleme am Armaturenbrett. Und bei knapp 64 000 Cadillac-Limousinen kann ein Kurzschluss im Motorraum zu einem Feuer führen. Opel-Fahrzeuge seien von den neuerlichen Rückrufen nicht betroffen, sagte ein GM-Sprecher.

Image angekratzt

Während die problematischen Zündschlösser ausschließlich in alten Modellen von 2003 bis 2007 steckten, müssen nun Wagen aus den Jahren 2008 bis 2014 in die Werkstatt. Für aktuelle Modelle gilt ein Verkaufsstopp, bis die Mängel behoben sind. GM schätzt, dass alle Rückrufe zusammengenommen das Unternehmen in diesem Quartal 300 Millionen Dollar kosten werden.

Die seit Jahresbeginn an der GM-Spitze stehende Barra hat sich die Qualitätssicherung auf die Fahnen geschrieben. "Darum dreht es sich bei der heutigen GM", betonte sie nun. Barra versprach Aufklärung darüber, warum der Rückruf bei den Zündschlössern so lange dauerte. "Wir schauen uns die internen Prozesse an und werden demnächst weitere Entwicklungen verkünden", sagte sie.

Der Rückruf bei den Zündschlössern ist längst zu einer Gefahr für das Image des Herstellers geworden, vor allem im Heimatmarkt. In den vergangenen Wochen gab es zunehmend Kritik von Verbraucherschützern und Politikern am Verhalten des Unternehmens. Mittlerweile schaut sich auch die Justiz den Fall an.

Quelle: n-tv.de, jga/dpa

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