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Winterreifen Griffiges Gummi

Rund 15 Prozent aller deutschen Autofahrer setzen auch im Winter unbeirrt auf Sommerreifen. Das ergab eine Umfrage des Internet-Reifenhändlers Delticom.

In Norddeutschland und vor allem in den großen Städten wie Berlin, Hamburg oder Bremen ist die Quote noch höher. In Hamburg etwa hält ein Viertel der Pkw-Besitzer auch zwischen Oktober und März dem Sommerpneu die Treue.

Das ist nicht nur riskant, es kann auch ziemlich teuer werden. Denn nach wie vor gilt die Faustregel, dass bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius die Gummimischung von Sommerreifen so hart wird, dass die Haftung deutlich nachlässt. Mit anderen Worten: Die Spurtreue schwindet und der Bremsweg wird länger. Nässe, Fahrbahnverunreinigungen durch Laub oder Erde - und Schnee oder Eis sowieso - verstärken den Rutscheffekt noch.

Winterreifen früh montieren

Die Winterreifen sollten schon Anfang Oktober aufgezogen werden. Die Winterpneus sind so konstruiert, dass sie auch auf trockener Straße gute Fahreigenschaften aufweisen.

Winterreifen - laut und teuer?

Die Zeiten grobstolliger und deshalb auch lauter Winterreifen, die mit höherem Rollwiderstand auch die Benzinrechnung in die Höhe trieben, ist mittlerweile vorbei. Laut Auskunft des ADAC sind moderne Winterreifen nicht nur deutlich leiser als ihre Vorgänger - sie schonen auch den Geldbeutel. Ein Auto mit Winterreifen verbraucht nur minimal mehr als eines, das auf Sommerreifen fährt.

Der ADAC etwa warnt, dass ein Auto mit Sommerreifen bei schneebedeckter Straße aus einer Geschwindigkeit von 50 km/h im Durchschnitt einen um acht Meter längeren Bremsweg benötigt als das gleiche Fahrzeug mit Winterbereifung. Um den Autofahrern einen Überblick im Angebot der Winterpneus zu geben, hat der Automobilclub insgesamt 31 Modelle getestet und bewertet.

Winterreifen im Überblick

In der Dimension 175/65 R 14 wurden folgende Reifen als "besonders empfehlenswert" beurteilt: Michelin Alpin (sehr ausgewogen, Bestnote auf Eis, besonders gut auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Schnee, Bestnote auch im Rollwiderstand und Verschleiß, lautestes Außengeräusch), Goodyear Ultra Grip 6 (sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Nässe, besonders gut auf trockener Fahrbahn, gut auch auf Schnee, geringer Rollwiderstand). Continental Winter Contact TS 780 (sehr ausgewogener und komfortabler Reifen, besonders gut auf Schnee, gut auch auf nasser Fahrbahn, leisestes Außengeräusch, relativ geringer Rollwiderstand), Pirelli W 190 Snowcontrol (sehr ausgewogener Winterspezialist mit Bestnote auf Schnee, etwas schwächer auf trockener Fahrbahn, relativ geringer Rollwiderstand), Semperit Wintergrip (sehr ausgewogen mit Bestnote auf Eis, gut auf Schnee, aber leichte Schwächen im Verschleißverhalten).

Als "empfehlenswert" stuft der ADAC folgende Reifen ein: Dunlop SP Wintersport, Esa + Tecar Super Grip, Nokian WR, Vredestein Snowtrac 2, Bridgestone Blizzak LM 18, Maloya Cresta 220, Uniroyal MS plus 5 und Sava Eskimo S3.

In der Dimension 195/60 R 15 waren es folgende Pneus, die mit "besonders empfehlenswert" bewertet wurden: Michelin Alpin (sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Nässe und Eis, besonders gut auch auf Schnee, leisestes Außengeräusch, geringer Rollwiderstand und Verschleiß), Goodyear Ultra Grip 6 (sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Schnee, besonders gut auch auf Nässe, geringer Rollwiderstand, Continental Winter Contact TS 790 (sehr ausgewogener Reifen, besonders gut im Schnee, gut aber auch auf nasser Fahrbahn), Dunlop SP Wintersport M3 (sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf Nässe, besonders gut auch auf trockener Fahrbahn, etwas höherer Rollwiderstand).

Als "empfehlenswert" in dieser Größe schnitten ab: Bridgestone Blizzak LM 18, Uniroyal MS plus 55, Maloya Cresta 220, Fulda Cristall Montero, Hankook W 400 S, Firestone FW 930, Semperit Sport Grip, Kleber Krisalp HP, Yokohama AVS Winter, Respa A–kon MS 790.

Quelle: ntv.de