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Kaum sind sie losgeschnurrt, scheint der Run auf die i-Modelle kaum zu bremsen, wo er durch die Regierung subventioniert wird.
Kaum sind sie losgeschnurrt, scheint der Run auf die i-Modelle kaum zu bremsen, wo er durch die Regierung subventioniert wird.(Foto: ka.plewka)
Mittwoch, 04. Dezember 2013

i-Modelle verkaufen sich : Kommt 2015 der BMW i5?

Von Holger Preiss

BMWs i-Experiment scheint mehr als aufzugehen. Angesichts der zu erwartenden Absatzzahlen für den BMW i3 und i8 weicht die Skepsis und erneut macht sich Aufbruchstimmung in München breit. So wird gemunkelt, dass es schon bald einen i5 gibt.

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Es ist erstaunlich, aber die Elektroautos von BMW scheinen sich, im Gegensatz zu den stromernden Fahrzeugen anderer Hersteller, wie geschnitten Brot zu verkaufen. Vor wenigen Tagen zeigte sich BMW-Chef Norbert Reithofer jedenfalls freudig überrascht, dass die Resonanz auf den BMW i3 so groß ist. "Wir haben über 100.000 Anfragen für Probefahrten und bereits rund 10.000 Bestellungen allein in Europa", sagte Reithofer gegenüber einer bayrischen Tageszeitung. Allerdings gebe es große Unterschiede auf den einzelnen Märkten.

BMW i8 für 2014 schon ausverkauft

In Frankreich erwartet Reithofer, dass in diesem Jahr noch insgesamt rund 10.000 Elektrofahrzeuge abgesetzt werden, in Deutschland aber nur etwa 4000. In den USA könnten es sogar zwischen 60.000 und 90.000 Elektroautos sein, das sei "eine völlig andere Dimension", sagte Reithofer. "Darauf werden wir uns einstellen. Wir haben unsere Produktionskapazitäten konservativ geplant und werden den i3 in die Märkte bringen, wo wir damit auch dank guter Rahmenbedingungen erfolgreich sein werden." Der Seitenhieb ging an die Bundesregierung, die bis heute nicht bereit ist, den Kauf von Elektrofahrzeugen mit monetären Anreizen zu unterstützen, wie es etwa in den USA oder Frankreich geschieht. Was angesichts eines Einstiegspreises von 34.950 Euro für den i3 nicht schlecht wäre.

Das dürfte in Anbetracht der Präsenz auf den lukrativen Märkten nicht wirklich ins Kontor schlagen. Am Rande der L.A. Auto Show verkündete der Vertriebschef von BMW, Ian Robertson, dass das Bestellvolumen für das mindestens 125.000 Euro teure Plug-in-Hybrid-Sportcoupé i8 bereits jetzt für das kommende Jahr ausgeschöpft sei. Die Münchner haben bisher keine Angaben darüber gemacht, wie viele i8 sie denn verkaufen wollen. In Europa will BMW mit dem i8 aber bereits im Frühjahr 2014 durchstarten.

Kühne Pläne werden beflügelt

Die guten Ansätze und der mit vier Sternen bestandene NCAP-Crashtest beflügeln zusätzlich die Pläne der Bayern. So wird laut "Autocar" bereits darüber nachgedacht, dass es in zwei Jahren einen i5 geben könnte, der vor allem Familien anspricht, denen der i3 zu klein ist. Die Idee, den i3 zu strecken, wird durch die besondere Bauweise des Elektro-BMWs einfacher und kostengünstiger als bei einem konventionellen Auto. Die Karosserie des i3 besteht aus einem Alu-Spaceframe (in dem Akku und Antriebseinheit stecken), auf dem dann die Fahrgastzelle aus kohlefaserverstärktem Kunststoff montiert wird und die problemlos um 100 Millimeter verlängert werden kann. Allerdings dürfte es dann mit den Portaltüren vorbei sein. Ein Umstand, der vor allem die Kritiker der Fachpresse erfreuen dürfte.

Bereits vor einiger Zeit hat sich BMW die Namensrechte von i1 bis i8 gesichert, berichtet "Autocar". Was den Ausbau der Modellpalette von "BMW i" noch wahrscheinlicher macht. Wenn sich die Annahmen bestätigen, könnte bereits 2015 der i5 auf den Markt kommen.

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Quelle: n-tv.de

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