Auto

Für Freunde heißer Sportwagen Mehr Tempo unter freiem Himmel

Ferrari 458 Italia

Der neue "458 Italia" aus Maranello.

So spannend hat es ein Hersteller selten gemacht: Nach fünf Jahren mit immer neuen Studien des Lexus LF-A soll nun auf der IAA in Frankfurt die letzte Entwicklungsstufe des futuristischen Coupés gezeigt werden. Damit will Toyotas Edelmarke in den Kreis der Produzenten von Supersportwagen aufsteigen. Aber die Konkurrenz schläft nicht, wie auf der Messe eindrucksvoll zu sehen ist.

Dass der LF-A inzwischen mehr ist, als die Idee begabter Ingenieure und Designer, war im Mai auf dem Nürburgring zu sehen. Die Rennversion des Sportcoupés drehte dort ihre Runden. Wenn nächstes Jahr tatsächlich eine Serienversion auf den Markt kommt, dürfte es nicht nur wegen der zu erwartenden geringen Stückzahl heiß begehrt sein. Doch 230.000 Euro Kaufpreis dürften den Kreis der Interessenten begrenzen. Auch die Leistungswerte lassen allerhand ahnen: V10-Motor, 500 PS, 320 km/h Spitze - das reicht locker, um mit den arrivierten Sportwagenmarken mitzuhalten.

Ein prickelnder Cocktail

Die kommen bekannter Maßen unter anderem aus Italien. Als Nachfolger des Ferrari F 430 tritt das Modell 458 Italia an. Nach dem bewährten Rezept "ein bisschen mehr von allem" hat man in Maranello einen prickelnden Cocktail aus 4,5 Litern Hubraum und 570 PS gemixt. Geradezu atemberaubend hört sich die Drehzahl an, bei der diese Leistung abgegeben werden soll: 9000 Touren! In 3,4 Sekunden soll der rote Renner von Null auf hundert sprinten. Gut möglich, dass er das schafft, aber die versprochenen 14 Liter Durchschnittsverbrauch sind dann nicht zu erreichen.

maserati.jpg

Ab 2010 ist das GranCabrio von Maserati erhältlich. Wieviel die Interessierten dafür hinblättern müssen, ist allerdings noch unbekannt.

Gar nicht weit weg von Maranello, in Modena, ist Maserati zu Hause. Dort entstand ebenfalls eine Premiere für diese IAA – das GranCabrio. Es verspricht wegen eines untypisch langen Radstands deutlich mehr Beinfreiheit als herkömmliche offene Viersitzer. Der ganz klassisch mit einem Textilverdeck bekleidete Sportwagen wird von einem V8-Motor angetrieben, der 440 PS leistet. Anfang 2010 soll das Cabrio auf den Markt kommen, die Preise stehen noch nicht fest.

"Der Turbo" von Porsche

Ein anderer Klassiker kommt aus deutschen Landen und für viele ist es das Maß aller Dinge, wenn es um Sportwagen geht. Für sie ist es nur schlicht "der Turbo", die Marke Porsche scheint gar nicht mehr der Erwähnung wert. Die Leistung stieg maßvoll von 480 auf 500 PS. Wichtiger ist den Entwicklern der Fortschritt in der Effizienz. Mit der neuen Direkteinspritzung und dem Doppelkupplungsgetriebe verspricht "der Turbo" einen Durchschnittsverbrauch von unter 12 Litern, was im Club der 300-km/h-Autos schon eine Seltenheit darstellt. Ebenfalls aus Stuttgart fliegt der neue Mercedes SLS AMG ein, mit dem der Hersteller eindrucksvoll an den legendären Flügeltürer 300 SL aus den 50er Jahren erinnert. Der Nachfolger bringt per V8-Motor 571 PS auf die Straße.

mercedes sls amg.jpg

Als wenn er Flügel hätte - der SLS AMG von Mercedes verwandelt sich eindrucksvoll in ein Cabrio.

Doch nicht nur die großen Konzerne wetteifern in Frankfurt um die Publikumsgunst. Zwei kleine, einheimische Nischenhersteller haben ebenfalls Premieren angekündigt. Da ist zum Beispiel die Firma Wiesmann aus Dülmen. Sie haben inzwischen ein paar hundert Kunden weltweit mit einem einfachen Prinzip glücklich gemacht: Potente BMW-Sportwagentechnik in einer Karosse im Stil der 60er Jahre. Das angekündigte Modell MF5 wird einen V10-Motor und 507 PS haben.

Wiederauferstehung eines DDR-Sportwagens

Recht waghalsig erscheint das Projekt einer Dresdner Sportwagenschmiede, die den Nachfolger des einzigen ernst zu nehmen DDR-Sportwagens präsentieren will. Der Melkus RS 1000 - gebaut zwischen 1969 und 1979 - wurde zwar wegen seiner Wartburg-Basis oft als Zonen-Ferrari verspottet, errang aber beachtliche Sporterfolge. Jetzt kommt die Neuauflage als RS 2000. Flügeltüren und 270 Turbo-PS lassen nur einen Schluss zu: Der Schritt in die Gegenwart ist geglückt.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema